Ablöse zu hoch

Ex-Jugendtrainer: FC Bayern lehnte Pepi ab

Ricardo Pepi wechselte vom FC Dallas zum FC Augsburg. Foto: Getty Images.
Ricardo Pepi wechselte vom FC Dallas zum FC Augsburg. Foto: Getty Images.

Im Rahmen des Wechsels von Ricardo Pepi zum FC Augsburg wurde unter anderem dem FC Bayern Interesse am 18-jährigen Sturm-Talent nachgesagt. Die Münchner sollen eine Verpflichtung des US-Stürmers allerdings abgelehnt haben.

Das berichtete Pepis ehemaliger Jugendtrainer beim FC Dallas, Thorsten Schmugge (147 Spiele in der 2. Bundesliga), in einem Interview mit der Bild-Zeitung: "Vor zwei oder drei Jahren habe ich Jochen Sauer (Nachwuchsleiter des FC Bayern, d. Red.) gesagt, dass Pepi der nächste Lewandowski wird. Er hat mir nicht wirklich geglaubt." Darüber hinaus habe der FC Bayern Pepi zweimal eingeladen, "aber sie waren offenbar nicht bereit, so viel Geld für einen 18-Jährigen auszugeben", sagte Schmugge und ergänzte: "Aber ich bin sicher: Sie beobachten seinen Weg."

"Wenn er die Zeit bekommt, dann startet er durch"

In den Augen des ehemaligen Mittelfeldspielers kann sich Pepi langfristig zu einem Stürmer wie Robert Lewandowski entwickeln: "Wenn er die Zeit bekommt, die auch Lewandowski bekommen hat, dann startet er durch", so Schmugge, der vom 18-Jährigen schwärmte: "Wenn er frei ist und abzieht, ist der Ball zu 90 Prozent im Tor. Er hat eine tolle Schusstechnik, ist beidfüßig und kopfballstark. Er bewegt sich gut und weiß, wie er mit Druck umgeht. Für mich ist er einer der zwei oder drei besten Jugendspieler der Welt." Um in der Bundesliga Fuß zu fassen, sei der FC Augsburg der richtige Verein: "Er will direkt spielen und Fuß fassen. Es bringt ja nichts, wenn er nach Barcelona geht und dann die Minuten nicht bekommt. Da muss ich ihn und seinen Berater loben – sie haben wirklich geschaut, was das Beste für den Jungen ist."

Florian Bajus  
09.01.2022