2. Bundesliga

Ex-Coach: Verpasste HSV-Aufstiege "schwierig zu verstehen"

Der HSV spielt auch in dieser Saison um den Aufstieg. Foto: Getty Images.
Der HSV spielt auch in dieser Saison um den Aufstieg. Foto: Getty Images.

Bernd Hollerbach traut dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli den Bundesliga-Aufstieg zu. Der 53-Jährige ist darüber verwundert, dass die Rothosen noch in der 2. Bundesliga weilen.

In der bis dato letzten Bundesliga-Saison des Hamburger SV stand Bernd Hollerbach für sieben Spiele an der Seitenlinie. Der einstige HSV-Profi heuerte im Januar 2018 an, musste nach drei Remis und vier Niederlagen allerdings schon im März desselben Jahres seinen Hut nehmen.

Hollerbach rätselt über den HSV

Im weiteren Verlauf stieg der HSV unter Christian Titz ab und verpasste den Wiederaufstieg auf dramatische Weise. Zu Buche stehen drei vierte Tabellenplätze und zwei Niederlagen in der Relegation. Das Aufstiegstrauma, sagt Hollerbach laut der Hamburger Morgenpost, sei "schwierig zu verstehen mit dem Etat und mit den Möglichkeiten", doch auch in dieser Saison ist ein enges Rennen zu erwarten.

Dichte Aufstiegsgruppe

Nach 14 Spieltagen rangieren die Rothosen mit 27 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz, unmittelbar dahinter befinden sich Holstein Kiel (26 Punkte), Fortuna Düsseldorf, Greuther Fürth und die SV Elversberg (alle 24) in Lauerstellung. Das Derby gegen den FC St. Pauli birgt Chance und Risiko zugleich, weil der Stadt-Rivale mit 30 Punkten den Spitzenplatz belegt und den Vorsprung auf sechs Punkte ausbauen könnte. Umso mehr ist der HSV auf den zweiten Auswärtssieg in dieser Saison angewiesen.

"Der HSV gehört auf jeden Fall in die erste Liga"

Das Derby wird selbstverständlich keine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen liefern, dennoch ist die Bedeutung dieses Spiels hinlänglich bekannt. Hollerbach würde sich indes freuen, das Hamburger Stadt-Duell künftig in der Bundesliga zu sehen: "Der HSV gehört auf jeden Fall in die erste Liga, das ist gar keine Frage. Und St. Pauli hat mittlerweile auch die Möglichkeiten, erste Liga zu spielen. Es ist längst nicht mehr so, dass das der Underdog-Klub ist." Die Klubs hätten dagegen erst recht nichts einzwuwenden.

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Florian Bajus  
01.12.2023