Gegenwind

Rangnick neuer ÖFB-Trainer: Ex-Bundesliga-Coach Pacult übt scharfe Kritik

Rangnick ist noch bis Saisonende Interimscoach bei Manchester United. Foto: ANTHONY DEVLIN/AFP via Getty Images
Rangnick ist noch bis Saisonende Interimscoach bei Manchester United. Foto: ANTHONY DEVLIN/AFP via Getty Images

Ralf Rangnick wird neuer Nationaltrainer von Österreich, dies ist seit letztem Freitag bestätigt. Der amtierende Interimscoach von Manchester United erhält allerdings noch vor Amtsantritt beim ÖFB Gegenwind.

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Peter Pacult hat sich nun in einem Interview mit der Kronen Zeitung darüber echauffiert, dass der ÖFB Ralf Rangnick als künftigen Nationaltrainer einstellt. Der Grund: Rangnick ist Deutscher und kein Österreicher. "Andi Herzog muss sich ja verarscht vorkommen, Peter Stöger wurde vertröstet. Wir sind irgendwie die einzige Nation, die nicht auf eigene Trainer setzt", erklärte Pacult, derzeit Coach bei Austria Klagenfurt.

Rangnick neben Engagement bei Österreich auch für Manchester United tätig

Der 62-Jährige fügte an: "Für was bilden wir dann Jahr für Jahr neue Trainer aus, wenn sie dann eh nie infrage kommen?" Rangnick sei obendrein "halt wie ein Professor, der andere belehren will", urteilte Pacult und meinte: "Komisch finde ich, dass er weiterhin als Berater bei Manchester United tätig sein darf."

"Er hat es da nicht einmal geschafft, mich zu kontaktieren..."

Pacult selbst verbindet mit Rangnick zudem ein persönliches Negativ-Erlebnis: 2012 wurde er als Trainer bei RB Leipzig entlassen, nachdem Rangnick zuvor eine leitende Rolle übernahm. "Rangnick hatte die Vollmacht, wollte sein eigenes Trainerteam - was man auch verstehen kann", blickte Pacult zurück und schloss enttäuscht ab: "Er hat es da nicht einmal geschafft, mich zu kontaktieren und mir zu sagen, dass ich nicht mehr Trainer bin. Das sollte man von einem Mann, von einem Sportdirektor, schon erwarten."

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Adrian Kuehnel  
02.05.2022