Debüt als Teenager

Erster Profi-Trainer: Warum Kroos Hitzfeld "immer dankbar sein" wird

Kroos gab unter Hitzfeld sein Profi-Debüt. Foto: Imago
Kroos gab unter Hitzfeld sein Profi-Debüt. Foto: Imago

Toni Kroos gehört heute zu den am höchsten dekorierten Profifußballern in der Geschichte des deutschen Fußballs. Der Mittelfeldmann ist Weltmeister und gewann viermal die Champions League. Die Karriere des heute 30-Jährigen begann als Ausnahme-Talent, das beim FC Bayern mit den Hufen scharrte.

2006 zahlten die Münchner wohl über zwei Millionen Euro, um sich die Dienste der Nachwuchshoffnung von Hansa Rostock zu sichern. Auf sein Profidebüt musste Kroos allerdings über ein Jahr warten. Am 26. September 2007, bei einem 5:0 über Energie Cottbus, warf Ottmar Hitzfeld den 17-Jährigen dann erstmals in kalte Wasser. "Ich werde ihm immer dankbar sein, dass er mich als erster bei Bayern reingeschmissen hat", so Kroos gegenüber dem Schweizer Blick. "Das ist nicht einfach, einen 17-Jährigen bei Bayern zu bringen bei ihrer Kaderstärke."

Ein Typ wie Heynckes

Der 97-fache Nationalspieler berichtet dabei, dass Hitzfeld ihn eigentlich schon früher hätte einsetzen wollen, es jedoch an der Spielerlaubnis für den Teenager gemangelt habe. "Aber als die dann da war, hat er mich sofort gebracht. Weil er im Training sah, dass er sich keine Sorgen machen muss." Insgesamt brachte es Kroos in seiner ersten Saison auf 20 Einsätze. Hitzfeld verließ die Münchner am Ende der Spielzeit, hinterließ dennoch bleibenden Eindruck auf Kroos. Als Typ erinnere ihn Hitzfeld an Jupp Heynckes, unter dem er später riesige Erfolge mit dem FC Bayern feierte: "Beide haben es verstanden, mit so einer Mannschaft voller Stars umzugehen."

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Lars Pollmann  
06.09.2020