Mittelfeld-Gedränge

Ernst bei Hannover 96 ein Verlierer der Winter-Vorbereitung?

Ernst muss bei Hannover wohl mit einem Bankplatz leben. Foto: Getty Images
Ernst muss bei Hannover wohl mit einem Bankplatz leben. Foto: Getty Images

Nachdem Christoph Dabrowski im Dezember als Interimstrainer bei Hannover 96 eingestiegen ist, bot sich dem Ex-Profi während der Winterpause nun erstmals die Zeit für längere Trainingsphasen. Zudem haben die Niedersachsen auf dem Winter-Transfermarkt zugeschlagen. Als Leidtragender könnte sich Sebastian Ernst erweisen.

Wie Medien übereinstimmend berichten, plant Dabrowski künftig im 4-2-3-1-System mit einer Doppelsechs aus Neuzugang Mark Diemers und Gael Ondoua, die hinter einem Spielgestalter auflaufen soll. Auf der Position hat aktuell Sebastian Kerk die Nase vor Ernst, der auch auf dem Flügel nicht die erste Wahl darstellen soll. "Ich habe eine hohe Meinung von ihm. Aber auch er muss sich dem Konkurrenzkampf stellen. Wir können nicht mit drei Spielmachern spielen", zitiert die Bild-Zeitung Dabrowski zur Personalie Ernst.

Zunächst Dauerbrenner

Der im Sommer von Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth nach Hannover zurückgekehrte Mittelfeldmann war in der bisherigen Saison weitgehend gesetzt, stand an 14 Spieltagen in der Startformation. Unter Dabrowski fehlte er zunächst wegen einer Gelbsperre, saß dann 76 Minuten gegen den FC Ingolstadt auf der Bank. Beim 1:4 gegen Werder Bremen absolvierte Ernst 90 Minuten, betrieb aber keine große Eigenwerbung.

"Wir haben viele Möglichkeiten"

"Die Jungs sind gefordert, den Konkurrenzkampf anzunehmen. Wir haben viele Möglichkeiten", sagt Dabrowski allgemein. "Da muss man gucken, wer in der besten Verfassung ist und wer im jeweiligen Spiel wichtiger für die Mannschaft ist." Vor dem Auftakt ins Spieljahr 2022 Freitagabend bei Hansa Rostock deutet sich für Ernst ein Bankplatz an. Immerhin muss das nicht von Dauer sein, wie Dabrowski zu verstehen gibt.

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Lars Pollmann  
11.01.2022