Zoff um Vizepräsidenten-Posten

Engels: "An den Müller-Römer-Methoden geht unser Klub kaputt"

Engels erhebt schwere Vorwürfe. Foto: Imago
Engels erhebt schwere Vorwürfe. Foto: Imago

Eine gewisse Klüngelei gehört bei Geschäften in Köln seit Jahrhunderten dazu. Beim 1.FC Köln sorgen Vorwürfe von intriganten Machenschaften derzeit aber für einen handfesten Skandal. Stephan Engels erhebt nach der Aufstellung des Kandidaten zur Wahl des Vizepräsidenten schwere Vorwürfe.

Der Mitgliederrat des FC hat den bisher kommissarisch amtierenden Vize Carsten Wettich aufgestellt. Das Gremium hat ein Vorschlagsrecht, andere Kandidaten müssten sich bis zu einem festgelegten Stichtag ausreichende Unterschriften sammeln, um zugelassen zu werden. Engels selbst schwebte eine Kandidatur vor, er ließ sich jedoch zu lange hinhalten. "Ich wollte zur Stabilisierung beitragen, nachdem der Vorstand im März gescheitert war und Wettich erklärt hatte, dass er das Amt aus beruflichen Gründen nicht langfristig ausüben will", so der frühere Mittelfeldmann, Trainer und Nachwuchskoordinator der Geißböcke.

"Belogen und verschwiegen"

Seine Absichten habe er Präsident Werner Wolf und dem Vorsitzenden des Mitgliederrats, Stefan Müller-Römer, mitgeteilt. Der habe ihn in Gesprächen "belogen und mir bewusst verschwiegen, dass Wettich antreten will und deshalb am 9. Juni auch bereits einen Anhörungstermin im Mitgliederrat hatte", so der Vorwurf von Engels. Damit habe der einflussreiche Funktionär verhindern wollen, dass der 59-Jährige eine Kandidatur über die Sammlung von Unterschriften auf den Weg bringt.

"Fairness an Stelle von Intrigen"

"An den Müller-Römer-Methoden geht unser Klub kaputt und sein von nur 5 Prozent aller Mitglieder gewähltes Gremium übernimmt den FC, indem jeder, der ihm nicht passt, eingeschüchtert oder rausgeschmissen wird", poltert Engels nun. Dabei verweist er auf Medienchef Tobias Kaufmann, der kürzlich unter großem Echo freigestellt wurde. Er wolle weiter für einen 1.FC Köln "der Fairness und des Gemeinschaftsgeistes an Stelle der Machtspiele und Intrigen" kämpfen, kündigt Engels an.

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Lars Pollmann  
19.08.2020