Hamburger SV

Elfer-Ärger? Glatzel: "Er haut mich komplett um, aber ..."

Glatzel wollte für das Foul keinen Elfer haben. Foto: Getty Images
Glatzel wollte für das Foul keinen Elfer haben. Foto: Getty Images

Der Hamburger SV hat seine beachtliche Auswärtsserie in der 2. Bundesliga am Samstagabend mit einem 2:0 beim 1.FC Nürnberg ausgebaut. Die Hanseaten gewannen bereits das achte Auswärtsspiel in Serie und machten damit auch eine Aufregerszene aus der ersten Hälfte zur Randnotiz: Bei einem klaren Foul an Robert Glatzel gab es nicht etwa Strafstoß für die Rothosen, sondern Felix Zwayer entschied auf Freistoß für den Club.

Der Ärger bei den Hanseaten war ebenso groß wie bei den Zuschauern vor den Fernsehgeräten, die sich doch sehr wunderten, warum der VAR nicht eingriff. Erst im Nachgang der Partie wurde klar, dass die Entscheidung auf Abseits gefallen war. Auch das war aber umstritten, denn Glatzel selbst konnte durchaus nachvollziehbarerweise darauf plädieren, in der Szene allenfalls im passiven Abseits gestanden zu haben. Das Foul von James Lawrence am HSV-Torjäger war für die Schiedsrichter dennoch irrelevant. Kurios: Glatzel kann mit der Entscheidung letztlich sogar gut leben.

"Auf der anderen Seite hätte ich mich darüber aufgeregt"

"Er haut mich komplett um, aber es wäre schon hart gewesen, in der Szene auf Elfmeter zu entscheiden, wenn ich gar nicht an den Ball komme", zitiert das Hamburger Abendblatt den Stürmer. Es ist eine bemerkenswert sportliche Sicht der Dinge, die Glatzel ehrt. "Auf der anderen Seite hätte ich mich auch darüber aufgeregt, wenn wir bei so etwas einen Strafstoß kassieren würden", schiebt der Angreifer nach.

"Kämpferisch sehr gut dagegengehalten"

Das lässt sich nach einem 2:0-Sieg in Nürnberg vermutlich leichter sagen, als es der Fall gewesen wäre, hätte der HSV erneut Punkte liegen gelassen. Die Elf von Tim Walter vermied dies mit einer weitgehend konzentrierten Leistung, die Glatzel in der Nachspielzeit mit einem Treffer in Co-Produktion mit Ludovit Reis vollendete. "Wir hätten uns mehr Torchancen herausspielen können, haben aber kämpferisch sehr gut dagegengehalten", zeigte sich der 28-Jährige zufrieden mit der Darbietung des Hamburger SV.

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Lars Pollmann  
28.08.2022