Frankfurt-Nachwuchs

Eintrachts NLZ-Chef will "mehr Eigengewächse bei den Profis"

Alter und neuer NLZ-Boss bei der Eintracht: Armin Kraaz (l.) und Andreas Möller. Foto: Imago

Mit Aymen Barkok arbeitet derzeit ein Spieler bei Eintracht Frankfurt daran, den endgültigen Durchbruch in der Bundesliga zu schaffen. Er soll aber nicht der letzte aus dem eigenen Nachwuchs sein.

Am Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt am Riederwald hat sich zuletzt einiges getan. Mit Andreas Möller übernahm ein neuer Mann das Ruder. Der Weltmeister von 1990, der einst selbst die Fußballschuhe für die Eintracht schnürte, reformiert die Jugend der Frankfurter und hat dabei ein großes Ziel. "Jeder von uns hat den Wunsch und die Vorstellung, dass mehr Eigengewächse bei den Profis ankommen", sagte er im Interview mit der Vereinszeitschrift Anpfiff.

"Kapazitäten aktuell voll ausgeschöpft"

Aktuell trainieren mit Elias Bördner (Tor), Yannick Brugger, Fynn Otto (beide Abwehr), Lukas Fahrnberger (Mittelfeld) und Jabez Makanda (Sturm) fünf aktuelle oder ehemalige Jugendspieler der Eintracht bei den Profis mit. Dennoch macht Möller deutlich: "Um wieder konkurrenzfähig zu sein, müssen wie versuchen, gegenüber anderen NLZ Schritt zu halten." Die Konkurrenz im Nachwuchsbereich ist riesig, Kleinigkeiten entscheiden am Ende: "Ideen haben wir viele, die Umsetzung ist jedoch aus vielen Gründen nicht immer einfach. Unser Leistungszentrum ist gut aufgestellt, die Kapazitäten sind aber aktuell voll ausgeschöpft." 

Möller will "Siegermentalität entwickeln"

Dabei verfolgen die Verantwortlichen am Riederwald einen klaren Plan, einheitliche Spielsysteme bis hin zu den Profis. "Fest steht: Wir wollen immer versuchen, attraktiven Fußball zu spielen, das ist klar. Agieren statt reagieren, schnelles Umschaltspiel an den Tag legen und schnell wieder in Ballbesitz kommen." Aus alldem heraus sollen sich dann Spieler entwickeln, die auch bei den Profis den Durchbruch packen können: "Der Grundgedanke lautet: Aus einer erfolgreichen Mannschaft entwickeln sich auch gute Spieler. Und wichtig ist, Siegermentalität zu entwickeln. Sie ist immer auch ein Teil der Ausbildung." 

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Benjamin Heinrich  
17.11.2020