Eintracht-Stürmer sozial engagiert

„Freunde finden“: Eintracht-Talent Makanda über die integrative Kraft des Fußballs

Jabez Makanda engagiert sich im sozialen Bereich.
Jabez Makanda engagiert sich im sozialen Bereich. Foto: Imago

Stürmer Jabez Makanda, Spieler der U19-Mannschaft von Eintracht Frankfurt, kam mit zehn Jahren aus Angola nach Deutschland. Damals half ihm der Fußball, in der neuen Heimat Fuß zu fassen. Als Pate des Projektes „Fußball trifft Kultur“ (FtK) teilt er diese Erfahrungen nun mit fußballbegeisterten Kindern in Frankfurt.

Bei einem Digitalevent der Frankfurter Buchmesse sprach der 19-Jährige, der seit 2020 einen Profivertrag bei der Eintracht besitzt, nun über das Projekt. „Vor zehn Jahren war ich in der gleichen Situation wie die Kinder bei 'Fußball trifft Kultur'. Ich weiß, wie man sich fühlt, wenn man in ein neues Land kommt, wo man die Sprache nicht spricht. Damals half Fußball mir sehr dabei, die Sprache zu lernen und Freunde zu finden. Deshalb ist es mir sehr wichtig, ein Teil von 'Fußball trifft Kultur' zu sein.“

Persönlichkeitsentwicklung als wichtiger Teil der fußballerischen Ausbildung

Auch Anton Schumacher, pädagogischer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Eintracht Frankfurt, betonte die Bedeutung solcher Projekte: „Unsere Spieler haben in der Akademie normalerweise ein sehr privilegiertes Leben. Sie erhalten eine gute fußballerische Ausbildung und werden in fast allen Bereichen ihres Lebens unterstützt. Für uns ist es sehr wichtig, dass sie das nicht als selbstverständlich annehmen, sondern sich zu hilfsbereiten Menschen entwickeln Jabez für das Projekt zu begeistern, das war leicht. Seine eigene Geschichte ist sehr spannend und er weiß, wie Fußball in schwierigen Lebenssituationen helfen kann.“

Hilfe und Förderung für über 700 Kinder

2007 startete das Projekt „Fußball trifft Kultur“ (FtK) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) an der Frankfurter Karmeliterschule. Inzwischen gibt es 32 FtK-Teams in Kooperation mit 20 renommierten lokalen Fußballvereinen, unter anderem Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund und Union Berlin. Mehr als 700 Kinder lernen dort Fußballspielen - und vieles mehr. Durch eine Kombination aus Fußballtraining, Förderunterricht und kulturellen Aktivitäten soll das soziale und kommunikative Verhalten der Kinder verbessert, ihre Motivation zum Lernen gestärkt und ihr Interesse für kulturelle Themen geweckt werden.

Solveig Haas  
22.10.2020