Remis gegen Wolfsburg

Rode: "Dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken"

Sebastian Rode appelliert an eine realistische Einordnung der Eintracht-Saison. Foto: Getty Images.
Sebastian Rode appelliert an eine realistische Einordnung der Eintracht-Saison. Foto: Getty Images.

Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg haben sich am Sonntagabend mit einem 2:2-Remis getrennt. Kevin Trapp hatte Schwierigkeiten mit der Einordnung des Spiels, Sebastian Rode wählte in der Analyse einen pragmatischen Ansatz.

Nach den Niederlagen gegen die SSC Neapel (0:2) in der Champions League und RB Leipzig (1:2) in der Bundesliga war es für Eintracht Frankfurt wichtig, wieder einen Fuß auf den Boden zu setzen und gegen den VfL Wolfsburg mindestens einen Punkt mitzunehmen. Das ist auch gelungen, zufrieden klang Kevin Trapp am DAZN-Mikrofon aber nicht: "Es ist schwierig, ein Fazit zu ziehen. Wir wollten definitiv gewinnen, weil es absolut möglich war. Das 2:2 ist am Ende das Mindeste."

"Wir wollten den Anschluss nach oben halten"

Die Eintracht geriet nach zehn Minuten durch Omar Marmoush in Rückstand und antwortete in Person von Randal Kolo Muani (22.) und Evan Ndicka (26.), die das Ergebnis binnen weniger Minuten auf den Kopf stellten. In der 43. Minute sorgte Yannick Gerhardt nach einer Standardsituation für die vorzeitige Entscheidung. "Wir wollten den Anschluss nach oben halten mit einem Sieg. Wir haben zumindest Wolfsburg auf Distanz gehalten, aber in dem Spiel wäre sicherlich mehr drin gewesen", ergänzte der Trapp, der einräumte: "In der zweiten Halbzeit war nach vorne nicht mehr ganz so viel los."

Rode: "War ganz wichtig, nicht zu verlieren"

Sebastian Rode wählte in der Nachbetrachtung eine andere Perspektive. "Es war ganz wichtig, nicht zu verlieren. Das haben wir geschafft", sagte der Kapitän und betonte: "Wir hätten natürlich sehr gerne gewonnen und den Abstand nach oben verringert, es war nach Samstag auch die Möglichkeit da. Nichtsdestotrotz ist es nicht einfach, gegen Wolfsburg zu spielen."

"Wir spielen bisher eine sehr, sehr gute Saison"

Von Mitte Oktober bis Anfang Februar habe sich die Mannschaft in einer "sehr guten Phase" befunden, die Bilanz von einem Sieg aus fünf Spielen lässt den gegenwärtigen Trend jedoch negativ erscheinen. "Zwei Niederlagen am Stück tun weh, gerade gegen gute Mannschaften, wo man, wie in der zweiten Halbzeit gegen Leipzig, knapp dran ist", empfand Rode, der an eine realistische Einordnung des Saisonverlaufs appellierte: "Wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken und Trübsal blasen. Wir spielen bisher eine sehr, sehr gute Saison." Und da auf jedes Tief bekanntermaßen ein Hoch folgt, kann es für die Hessen nur nach oben gehen.

Florian Bajus  
05.03.2023