DFB erteilt Auszeichnung

"Besonders stolz": Eintracht-Museum erhält Julius-Hirsch-Preis

Die DFB-Vizepräsidenten Peter Peters (2.v.l.) und Rainer Koch (3.v.l.) bei der Verleihung. Foto: Getty Images

Das Eintracht Frankfurt Museum wurde mit dem Julius-Hirsch-Preis 2021 des Deutschen Fußball Bundes ausgezeichnet. Grund dafür ist vor allem die kritische Auseinandersetzung mit dem Vereinsleben während der NS-Zeit. Bei den Hessen empfindet man ob dieser Auszeichung großen Stolz.

Seit 2005 verleiht der DFB den Julius-Hirsch-Preis und zeichnet Personen, Initiativen und Vereine, "die sich als Aktive auf dem Fußballplatz, als Fans im Stadion, im Verein und in der Gesellschaft beispielhaft und übersehbar einsetzen" für Vielfalt, die Würde des Menschen und gegen die Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen oder Antisemitismus und Rassismus. In diesem Jahr wurde das Museum von Eintracht Frankfurt ausgezeichnet - vor allem "für seine kritische Auseinandersetzung mit dem Vereinsleben im Nationalsozialismus unter den Schwerpunkten Forschung, Vermittlung und Schaffung von Erinnerungsorten", so der Klub in seiner Mitteilung. 

"Geht manchmal um mehr als sportliche Ergebnisse"

Vorstandssprecher Axel Hellmann erklärte gegenüber dem Hessischen Rundfunk: "Ich bin selten mit dem Begriff Stolz unterwegs im Fußball. Im Fall des Julius-Hirsch-Preis ist es angemessen. Das ist eine große Auszeichnung. Das ist nicht nur die Auszeichnung für ein Projekt, noch nur die für eine Veranstaltung, auch nicht nur die für ein Museum. Dieses Museum ist deshalb so gut, weil hinter der Haltung, die das Museum verkörpert ein ganzer Verein steht. Mit einem Präsidenten, der das sehr stark vorlebt, Vorstand, Aufsichtsrat, Mitgliedern und dem gesamten Umfeld. Auf diese Auszeichnung sind wir besonders stolz." Für Eintracht Frankfurt gebe es über den Sport hinaus "eine Verantwortung, die man mit einer Geisteshaltung definieren muss. Es geht manchmal um mehr als sportliche Ergebnis. Ich bin froh, dass das bei Eintracht Frankfurt so einen großen Stellenwert hat." 

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Benjamin Heinrich  
24.11.2021