Gegen Aufsteiger Arminia

Eintracht hadert mit Remis: "Bis zum Schluss alles versucht"

Hütter hätte gerne mehr als nur einen Punkt geholt.
Hütter hätte gerne mehr als nur einen Punkt geholt. Foto: Getty

Eintracht Frankfurt kommt zum Bundesliga-Auftakt gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld nicht über ein 1:1-Remis hinaus. Die Punktteilung nimmt man bei den Hessen mit gemischten Gefühlen entgegen.

Als Favorit gegen den Aufsteiger aus Bielefeld in die Partie gegangen, reicht es für die Eintracht am ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison nur zu einem Punkt.

Hütter: "Es waren zu viele einfache Ballverluste"

"Es ist ein verdienter Punkt für die Arminia. Die Bielefelder haben gut verteidigt und gefährlich gekontert. Es ist immer schwer gegen eine kompakt stehende Mannschaft, die die Rückräume gut zumacht. Sie haben uns dadurch zu oft verleitet, lange Bälle zu spielen. Insgesamt hatten wir viel zu viele einfache Ballverluste. Dadurch ist es uns nicht gut gelungen, den Gegner laufen zu lassen. Die Mannschaft hat bis zum Schluss versucht, das Spiel zu gewinnen", versuchte Eintracht-Coach Adi Hütter nach der Partie den glücklosen Auftritt seiner Mannschaft zu erklären.

"Wir haben dadurch das Risiko erhöht und waren zwangsläufig anfälliger in der Defensive. Da hatten wir sicherlich das eine oder andere Mal Glück, dass Bielefeld etwas zu ungenau war. Wir haben überlegt, ob wir noch den fünften Wechsel vornehmen. Letztlich haben wir uns dafür entschieden, Bas vorne drin zu lassen aufgrund seiner Größe und Präsenz. Natürlich gab es einige Dinge, die nicht gepasst haben. Daran werden wir arbeiten. 6500 Zuschauer heute bedeuten einen guten Schritt in die richtige Richtung. Sie haben uns das Gefühl gegeben, was es bedeutet, hier aufzulaufen. Es herrschte eine tolle Atmosphäre. Schade, dass wir die Zuschauer nicht mit einem Sieg belohnen konnten", fügte der Österreicher an.

"Quäntchen Glück hätte uns heute gut getan"

Ebenso zeigte sich Mittelfeldmann Sebastian Rode enttäuscht, keinen Sieg gelandet zu haben: "Schade, dass wir vor der Pause nicht zugestochen haben. So wird’s im Laufe des Spiels nicht einfacher. Dann liegen wir nach einem Konter zurück, das darf uns nicht passieren. Bielefeld war nach Kontern immer gefährlich. Deshalb können wir froh sein, dass wir noch 1:1 gespielt haben. Das Quäntchen Glück hätte uns heute gut getan, gerade beim Kopfball von Martin Hinteregger an die Unterkante der Latte. Jetzt müssen wir das Positive aus dieser Partie ziehen. Es ist nichts Schlimmes passiert, als ich gefoult wurde, kein Problem. 6.500 Zuschauer haben heute sehr viel Stimmung gemacht. Es war eine ganz andere Atmosphäre und Stimmung, das war schön. Ich hoffe, dass es weiter bergauf geht."

Dost: "Hat mich geärgert, dass ich nicht geschossen habe"

Auch Stürmer Bas Dost hadert mit dem Ergebnis. "Insgesamt war mehr drin, deswegen sind wir enttäuscht. Wir haben aber viele gute Sachen gesehen. Das Zusammenspiel mit Silva harmoniert gut. Das müssen wir von uns verlangen, dass wir immer gefährlich sind. André hat wieder zugeschlagen, das war gut. Ich hätte auch einmal schießen können, habe das aber nicht gemacht. Das hat mich geärgert. Ich werde davon lernen müssen. Wir hatten drei, vier 100-prozentige Möglichkeiten, da müssen wir mehr draus machen", so der Torjäger nach dem Unentschieden.

Für die Arminia ist der Punktgewinn derweil mehr als zufriedenstellend. Mit dem VfB Stuttgart hat der andere Aufsteiger derweil seine Bundesliga-Rückkehr gegen den SC Freiburg verloren (2:3).

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Adrian Kuehnel  
19.09.2020