Trio überzeugte

Glasner: Auch Hinteregger muss den Konkurrenzkampf suchen

Frankfurts Martin Hinteregger meldete sich für das Spiel gegen Union wieder fit. Foto: Getty Images

In Abwesenheit von Innenverteidiger Martin Hinteregger fand sich in den vergangenen beiden Spielen bei Eintracht Frankfurt in der Defensive eine Dreierkette, mit der auch Trainer Oliver Glasner äußerst zufrieden war. Muss sich der Österreicher nach seiner Rückkehr deshalb erst einmal hinten anstellen? 

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich 

Beim 2:0 in Freiburg feierte Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende den ersten Zu-Null-Sieg in der Bundesliga in der laufenden Saison. Das Ergebnis einer leidenschaftlichen Verteidigung. Mit Martin Hinteregger fehlte dort aber ein Defensivbaustein der vergangenen Jahre. Der 28-jährige Österreicher kam ohnehin nur schwer in die Saison, hatte erhebliche Startschwierigkeiten. Im Breisgau verteidigten - wie dann auch beim 2:2 gegen Royal Antwerpen - der Brasilianer Tuta, Japan-Libero Makoto Hasebe und der hochveranlagte Franzose Evan N'Dicka in der defensiven Dreierkette. "Die Drei haben es sehr, sehr gut gemacht", schwärmte Frankfurts Trainer Oliver Glasner auf Nachfrage von fussball.news.

Fragezeichen hinter Hasebe

Die Klare Glasner-Ansage lautete deshalb an Hinteregger: "Martin muss den Konkurrenzkampf suchen und finden - wie jeder andere auch." Lange hatte der Nationalspieler trotz Schulterverletzung gespielt - nun fiel er zuletzt mit einer Sprunggelenksverletzung aus. Im Heimspiel gegen Union Berlin am Sonntag (15:30 Uhr) wird er wieder im Kader stehen. Aber zunächst auf der Bank sitzen? Das Abwehrtrio der vergangenen beiden Spiele wusste durchaus zu überzeugen, wie Glasner befand: "Hasebe hat wieder eine großartige Leistung gezeigt gegen Antwerpen. Wie ruhig er am Ball ist - einfach top! Bei Tuta und Evan geht es absolut in die richtige Richtung." Beim Japaner allerdings stellt sich die Frage, ob er das dritte Spiel binnen einer Woche absolvieren kann: "Da müssen wir schauen." Für den geordneten Spielaufbau ist der 37-Jährige allerdings fast unverzichtbar.

Hinteregger und Ilsanker als Herausforderer

Glasner ist dennoch dankbar mit Hinteregger eine weitere Option in der Defensive zur Verfügung zu haben: "Ich bin froh, dass er wieder zurück ist." Und dann ist da auch noch Stefan Ilsanker, dessen Vertragskonstellation (Kontrakt bis 2022 verlängert sich bei bestimmter Anzahl von Einsätzen) wohl dafür sorgt, dass er nur noch dosiert zum Einsatz kommen wird. "Ich bin froh, dass wir ihn haben, den wir immer wieder hinten reinwerfen können", so Frankfurts Trainer, der vor dem Spiel gegen Union Berlin betonte: "Dort wird es unter Umständen wichtig sein, kopfballstarke Spieler auf dem Platz zu haben." Hinteregger und Ilsanker wären erste Optionen. Doch womöglich setzt Glasner auch auf eine eingespielte Defensive. Dem Konkurrenzkampf werden sich alle stellen müssen. 

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Benjamin Heinrich  
28.11.2021