Alleinstellungsmerkmal

"Eigene Plattform" für Pokalfinale der Frauen - Für Schult "ein Privileg"

VfL-Torhüterin Almuth Schult wird am Sonntag das Pokalfinale der Frauen bestreiten.
VfL-Torhüterin Almuth Schult wird am Sonntag das Pokalfinale der Frauen bestreiten. (Foto: imago)

In den vergangenen Jahren fanden das DFB-Pokalfinale der Frauen und das der Herren meistens an einem Tag statt. Aufgrund des eng getakteten Spielplanes in dieser Corona-Saison ist das Finale der Männer bereits gespielt worden, das der Frauen steht noch aus. Ein Alleinstellungsmerkmal, das bei der Torhüterin des VfL Wolfsburg gut ankommt.

In den vergangenen sechs Jahren hat Torfrau Almuth Schult mit dem VfL Wolfsburg sechsmal in Folge den DFB-Pokal der Frauen gewonnen. Langweilig wird es dennoch nicht. "Es ist das Ziel eines jeden Fußballers am Ende der Saison Titel zu gewinnen. Das Gefühl ist jedes Mal wieder da", sagte die 30-Jährige vor ihrem siebten Pokalfinale in Folge. Schließlich gäbe es ja auch in jeder Saison "neue Mitspielerinnen, mit denen man diesen Erfolg wiederholen möchte".

Frauen genießen Alleinstellungsmerkmal

Doch trotz des gewohnten Prozedere ist in diesem Jahr etwas anders. "Ich finde es gut, dass das Finale der Herren nicht am gleichen Tag ist wie unseres", begrüßte die Torhüterin des VfL Wolfsburg das Alleinstellungsmerkmal auf fussball.news-Nachfrage. Schult ergänzte: "Ich bin gespannt, welche Delegation im Stadion sein wird. Weil es leider bisher immer so war, dass die Finals an einem Tag waren und beispielsweise der DFB-Präsident nicht persönlich da war." Dieser war nämlich vorzüglich bei der Pokalübergabe der Männer in Berlin dabei. Das Finale der Frauen findet seit 2010 knapp 500 km Luftlinie davon entfernt in Köln statt.

Koch und Peters bei der Pokalübergabe dabei?

Aufgrund des kürzlichen Rücktritts von DFB-Präsident Fritz Keller ist demzufolge wohl mit einem Auftritt der beiden Interims-Präsidenten Dr. Rainer Koch und Peter Peters zu rechnen.  "Ich würde mich sehr freuen, wenn sie im Stadion sind und uns beehren", fügte Schult an. Auch VfL-Trainer Stephan Lerch begrüßte den neuen Fokus: "Es ist gut, dass das Finale losgelöst ist. Der Frauenfußball hat es verdient, eine eigene Plattform zu bekommen. Besonderes wenn große Persönlichkeiten dabei sein können, ist das eine große Wertschätzung. Und die hat jede Mannschaft, die im Pokalfinale steht, absolut verdient."

"Würden lieber zu einer Primetime spielen"

Doch neben der Freude über die neue Struktur gab es bei Schult auch noch einen Kritik-Punkt zu vermelden: "Es ist schade, obwohl kein Finale der Männer nach uns stattfindet, dass die Anstoßzeit schon um 16 Uhr ist. Wir würden lieber zu einer Primetime am Abend spielen, um so noch mehr Zuschauer anzuziehen." Doch eins nach dem anderen! In erster Linie freut es Schult, dass mit dem alleinigen Finale "uns dieses Privileg gegeben wurde. Ich denke, dass das eine gute Lösung ist." Um die Sache abzurunden, fehlt am Sonntag nur noch der erneute Pokalerfolg.

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Tom Jacob  
29.05.2021