Kohfeldt beendet Umschulungsversuche

Eggestein: Durchbruch nach Rückversetzung in den Angriff?

Eggestein ist zurück unter den Angreifern von Werder. Foto: Martin Rose/Getty Images
Eggestein ist zurück unter den Angreifern von Werder. Foto: Martin Rose/Getty Images

Johannes Eggestein galt vor einigen Jahren als das aufstrebende Mega-Talent von Werder Bremen. Mit inzwischen 22 Lenzen unkt schon so manch Beobachter, der Juniorennationalspieler werde über den Status des Talents nie hinwegkommen. Florian Kohfeldt will mit der Rückversetzung in den Angriff den Durchbruch herbeiführen.

Der Cheftrainer hat den Versuch, Eggestein in einen Mittelfeldspieler umzuschulen, für beendet erklärt. "Wir haben gesagt: Das ist jetzt deine Position – vorne in der Dreier-Reihe oder als zweiter Stürmer. Und jetzt setz‘ dich durch!", zitiert das Portal Deichstube den Übungsleiter. Der gebürtige Hannoveraner, seit 2013 beim SV Werder, war in der vergangenen Saison nur noch sporadisch zum Einsatz gekommen. Nach dem Restart infolge der Corona-Unterbrechung stand Eggestein sogar nur noch einmal im Kader, spielte keine Minute mehr.

"Verhältnis in keinster Weise belastet"

Der Abschied schien für Branchenkenner vorprogrammiert, die Begründung wäre der Klassiker vom 'Neuanfang' gewesen. Den soll der Bruder von Maximilian Eggestein nun aber in Bremen machen. "Unser persönliches Verhältnis ist in keinster Weise dadurch belastet, was Ende der letzten Saison passiert ist", berichtet Kohfeldt. "Wir beide wünschen uns, dass er jetzt den richtigen Durchbruch schafft." Für den 37-Jährigen wäre es ein persönliches Plaisir, gelänge es dem großen Talent unter seiner Ägide. "Er war ja schon mal so kurz davor", erinnert Kohfeldt an die Saison 2018/19. Seinerzeit machte Eggestein insgesamt 28 Pflichtspiele, schoss fünf Treffer.

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Lars Pollmann  
26.08.2020