"Bleibt lieber ein Jahr länger"

Effenberg: Wirtz und Adeyemi dürfen auf keinen Fall wechseln

Karim Adeyemi (l.) zählt zu den Shootingstars des deutschen Nachwuchsfußballs. Foto: Getty Images.
Karim Adeyemi (l.) zählt zu den Shootingstars des deutschen Nachwuchsfußballs. Foto: Getty Images.

Karim Adeyemi und Florian Wirtz zählen zu den begehrtesten Nachwuchstalenten im deutschen Fußball. Stefan Effenberg legt den beiden Youngsters, die unter anderem mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund in Verbindung gebracht werden, einen Verbleib bei ihren jetzigen Vereinen nahe.

Während sich Karim Adeyemi bei Red Bull Salzburg zu einem Torjäger entwickelt hat, der unter Hansi Flick eine echte Perspektive bei der deutschen Nationalmannschaft besitzt, ist Florian Wirtz bei Bayer Leverkusen in die Fußstapfen von Kai Havertz getreten und hat sich ebenfalls für einen Platz in der DFB-Elf empfohlen. Aufgrund der plötzlichen Leistungsexplosionen werden beide Spieler mit internationalen Top-Klubs in Verbindung gebracht. Unter anderem der FC Bayern soll sowohl an Wirtz als auch an Adeyemi interessiert sein, während der FC Liverpool angeblich seine Fühler nach Wirtz und Borussia Dortmund seine Fühler nach Adeyemi ausstrecken soll (fussball.news berichtete).

Effenberg: Adeyemi und Wirtz sollen bei ihren Klubs bleiben

Stefan Effenberg warnt jedoch vor einem Vereinswechsel nach dieser Saison: "Es wäre fatal, wenn Wirtz und Adeyemi zu einem Klub wechseln, bei dem sie dann keine Rolle spielen und womöglich die WM 2022 verpassen. Das gilt es unbedingt zu vermeiden, damit diese riesigen Talente es irgendwann in die Weltspitze schaffen - und sicher auch zu einem absoluten Topklub", schreibt der Ex-Profi in seiner Kolumne für t-online

Effenberg erinnert an Nübel

In der Vergangenheit seien "viele Karrieren kaputtgegangen, weil junge Spieler zu früh zu hoch hinaus wollten. Weil sie nicht richtig geführt wurden, sondern Berater ihnen mit Angeboten den Kopf verdreht haben", so Effenberg, der als Beispiel Alexander Nübel anführt. Der Torhüter wechselte 2020 vom FC Schalke 04 zum FC Bayern, verbrachte die vergangene Saison größtenteils auf der Bank und wurde im Sommer an die AS Monaco verliehen. "Es sollten alle Toptalente zuhören, wenn ich sage: Bleibt lieber ein Jahr länger als kürzer bei eurem Verein, bei dem man euch vertraut", so Effenberg.

"Geht darum, dass sie sich in aller Ruhe entwickeln können"

Es gehe nicht "um ein möglichst hohes Gehalt oder einen großen Verein als Arbeitgeber", schreibt der 53-Jährige, der betont: "Es geht einzig und allein darum, dass sie das Vertrauen haben und sich in aller Ruhe entwickeln können. Dass sie in einer schwächeren Phase, die zwangsläufig kommen wird, nicht fallengelassen werden." Aufgrund dessen sollten Adeyemi und Wirtz Effenbergs Auffassung nach in Salzburg respektive Leverkusen bleiben.

Florian Bajus  
12.10.2021