Corona-Chaos

Effenberg kritisiert Bayern-Stars: "Habe dafür kein Verständnis"

Stefan Effenberg hat die infizierten Stars des FC Bayern kritisiert. Foto: Getty Images.
Stefan Effenberg hat die infizierten Stars des FC Bayern kritisiert. Foto: Getty Images.

Nach und nach lichtet sich das Corona-Lazarett beim FC Bayern, im ligaweiten Vergleich wurden die Münchner in der vergangenen Woche aber am härtesten vom Virus getroffen. Stefan Effenberg fehlt diesbezüglich das Verständnis für die langen Reisen der Spieler. 

Bei der Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach (1:2) musste der FC Bayern coronabedingt auf Manuel Neuer, Dayot Upamecano, Lucas Hernandez, Tanguy Nianzou, Omar Richards, Alphonso Davies, Leroy Sane, Kingsley Coman und Corentin Tolisso verzichten. Zwar konnte Cheftrainer Julian Nagelsmann noch immer eine ordentliche Startelf aufbieten, die dünne Personaldecke trübte allerdings die Vorfreude auf den Rückrundenauftakt.

Effenberg kritisiert Bayern-Stars

Dass sich einige Spieler während der Weihnachtsfeiertage auf lange Reisen begeben haben, stößt bei Stefan Effenberg auf Unverständnis: "Ich muss ehrlich sagen, dass ich dafür kein Verständnis habe. Viele Spieler fliegen weg, kommen dann zurück - und das Ergebnis ist nun mal, dass neun positiv sind", schreibt der Ex-Kapitän des FC Bayern in seiner Kolumne für Sport1 und betont: "Es sind im Übrigen nicht nur die Infektionen selbst. Die Frage ist auch, wann sie wieder fit sind."

"Ein Uli Hoeneß hätte es anders kommuniziert"

Eine Teilschuld sieht Effenberg aber auch bei den Vereinsverantwortlichen, die den Spielern angeblich keine explizite Reisewarnung ausgesprochen haben (fussball.news berichtete). Der 53-Jährige ist überzeugt, dass Ehrenpräsident Uli Hoeneß anders gehandelt hätte als die derzeitige Klubführung um Oliver Kahn, Hasan Salihamidzic und Herbert Hainer: "Ich denke, ein Uli Hoeneß hätte es anders gegenüber den Spielern kommuniziert. Wenn man auf Reisen geht, dann von der Entfernung so gering wie möglich." Als Paradebeispiel gelte Thomas Müller, der auf einen Urlaub verzichtet hat und sich nicht mit dem Coronavirus infiziert hat. "So liegt der Schaden nun beim Verein", betont Effenberg.

Florian Bajus  
11.01.2022