Gladbach nicht zum Handeln gezwungen

Trotz Verluste! Eberl zur Finanzlage: "Wir müssen nicht verkaufen"

Max Eberl sieht seinen Verein trotz Geldeinbußen nicht gefährdet.
Max Eberl sieht seinen Verein trotz Geldeinbußen nicht gefährdet. (Foto: imago)

Am gestrigen Mittwoch gab Borussia Mönchengladbach bekannt, dass im Geschäftsjahr 2020 ein Minus von 16,8 Millionen Euro verbucht worden ist. Einen Tag später erklärte Sportdirektor Max Eberl nun, dass die Verluste ihn in seiner Arbeit bei der Kaderzusammenstellung nicht beeinträchtigen werden.

"In dieser aktuellen Corona-Zeit ist das ein sehr gutes Ergebnis", sagte Eberl zum Finanzbericht des vergangenen Jahres. "Geschäftsführer Stephan Schippers und die Kollegen ums uns haben da einen großartigen Job gemacht", führte der 47-Jährige weiter aus. Auch die sportlichen Leistungen unter Trainer Marco Rose hob Eberl hervor: "Mit der Champions League-Teilnahme und dem Überstehen der Gruppenphase haben wir Gelder eingenommen, mit denen wir nicht geplant hatten und die es viel leichter gemacht haben."

Gladbach benötigt keine Kredite

Das Loch von knapp 17 Millionen Euro kann Borussia Mönchengladbach verkraften. "Dem Klub geht es gut. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Keiner muss sich Gedanken machen. Wir werden auch keine Kredite beim Staat anfragen, sondern wir machen alles aus eigener Kraft, so wie wir es die letzten 20 Jahre auch getan haben", erläuterte Eberl.

Verluste zwingen nicht zum Spieler-Verkauf

Wichtig ist in dieser Phase auch die Erkenntnis, dass Gladbach nicht gezwungen ist, Transfereinnahmen zu generieren. "Wir müssen nicht verkaufen", sicherte Eberl zu. Und sollte es doch, aus anderen Gründen, zu Abgängen namenhafter Spieler kommen, dann weiß der Sportdirektor auch etwas mit dem Geld anzufangen. "Wenn wir Spieler verkaufen, dann haben wir auch wieder Möglichkeiten einzukaufen. Wir versuchen das eingenommene Geld wieder auszugeben."

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Tom Jacob  
08.04.2021