Ärger über Bayern-Gerede

Eberl: "Wieso soll ein Neuhaus nicht bei uns bleiben?"

Neuhaus überzeugt bei den ersten Auftritten für den DFB. Foto: ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images
Neuhaus überzeugt bei den ersten Auftritten für den DFB. Foto: ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images

Es ist wahrlich nicht leicht, sich aktuell bei Testspielen der DFB-Auswahl ins Rampenlicht zu spielen. Wenn bei recht müden Kicks gegen durchschnittliche Gegner weniger Zuschauer einschalten als bei Trödel-Shows, muss ein Profi schon sehr gute Leistungen zeigen, um auf sich aufmerksam zu machen. Florian Neuhaus gelingt dies.

Der 23-Jährige spielte am Mittwoch erst sein zweites Länderspiel unter Bundestrainer Joachim Löw, verdiente sich aber Bestnoten und Komplimente aus berufenen Mündern. Beinahe reflexartig hat sich dabei auch ein Thema in die Diskussion um Neuhaus' Leistungen gemischt, das Max Eberl gehörig gegen den Strich geht. Ob der Mittelfeldmann 'einer für den FC Bayern' sei, wie aktuell viele Medien sinnieren, das interessiert den Sportdirektor von Gladbach nicht.

"Spieler werden zu diesem Verein geschrieben"

"Ich frage mich manchmal: Was wollen wir? Wir alle wünschen uns auf der einen Seite einen Wettbewerb, in dem auch mal andere Vereine Meister werden können. Aber auf der anderen Seite werden diese Spieler dann wieder zu diesem Verein geschrieben", ärgert sich Eberl gegenüber Sport1. Er würde sich vielmehr wünschen, dass über die positive Entwicklung am Niederrhein berichtet würde. Die soll schließlich auch dafür sorgen, dass die guten Spieler gerne in Gladbach bleiben.

"Das geht mir immer viel zu schnell"

"Wieso soll ein Florian Neuhaus nicht bei uns bleiben? Der Reflex ist mittlerweile immer: Gutes Spiel, gute Entwicklung, wo geht er hin? Das geht mir immer viel zu schnell", sagt Eberl. Die Fakten sind auf seiner Seite. Neuhaus steht bis 2024 unter Vertrag, hat wohl keine Ausstiegsklausel und kann sich in Gladbach auf internationalem Niveau weiterentwickeln. Einen Grund für einen schnellen Abschied hat der Jungstar nicht.

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Lars Pollmann  
12.11.2020