Mini-Rückkehr in NRW

Eberl hofft auf vollere Stadien: "Zuschauer stellen keine Gefahr da"

Max Eberl wünscht sich vollere Bundesliga-Stadien. Foto: Getty Images.
Max Eberl wünscht sich vollere Bundesliga-Stadien. Foto: Getty Images.

Leer wird der Borussia-Park nicht sein, wenn Borussia Mönchengladbach am Samstagabend (18.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen spielt. Doch angesichts von nur 750 erlaubten Zuschauern hofft Max Eberl, dass bald wieder mehr Fans zugelassen werden dürfen.

Vor Corona durften rund 54.000 Zuschauer Platz im Borussia-Park nehmen, mehr passten an Bundesliga-Spieltagen nicht in die Heimstätte von Borussia Mönchengladbach. In der Hinrunde der laufenden Saison durften die Fans zeitweise zwar zurück in die Stadien, das Maximum waren allerdings 48.500 verkaufte Tickets für das DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Bayern am 27. Oktober.

Eberl hofft auf Entgegenkommen der Politik

Von solchen Zahlen können die Bundesligisten in diesen Tagen nur träumen, in den meisten Bundesländern stehen Geisterspiele an der Tagesordnung. Immerhin: In Nordrhein-Westfalen sind bis zu 750 Stadionbesucher erlaubt. Da diese geringe Ansammlung jedoch weder für laute Stimmung sorgt noch die Vereinskassen wie in Vor-Corona-Zeiten füllen kann, hofft Max Eberl auf eine zeitnahe Erhöhung der Kapazitäten: "Wir haben immer Verständnis für die Entscheidungen der Politik. Die Thematik, wie man mit Omikron richtig umgeht, ist gerade sehr kompliziert. So wie es aber in der Gastronomie oder in der Kultur ein paar Entscheidungen gibt, die nicht mehr so nachvollziehbar sind, würde ich es im Fußball auch wahrnehmen. Wir haben nachgewiesen, dass die Zuschauer keine Gefahren darstellen", wird der Gladbacher Sportdirektor von der Rheinischen Post zitiert.

"Viele dinge sind sehr gut gelaufen"

Trotz der "sehr großen Demut", die der Profi-Fußball ausstrahle, "würde ich mir wünschen, dass man etwas mutiger und offener wäre und das registriert, was vorher passiert ist", sagte Eberl und betonte: "Viele Dinge sind sehr gut gelaufen. Es wäre sicher möglich, in Fußballstadien und bei anderen Sportarten mehr Zuschauer zuzulassen." Bund und Länder werden jedoch erst in einigen Wochen über weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie beraten, weshalb sich die Bundesliga in Geduld üben muss.

Florian Bajus  
14.01.2022