Fohlen halten Top-Spieler beisammen

Eberl: Gladbach "definitiv" mehr als ein Sprungbrett-Verein

Eberl sieht Gladbach in einer starken Position. Foto: Joshua Sammer/Bongarts/Getty Images
Eberl sieht Gladbach in einer starken Position. Foto: Joshua Sammer/Bongarts/Getty Images

Borussia Mönchengladbach hat sich in der abgelaufenen Transferperiode weitgehend in Zurückhaltung geübt. Mit Valentino Lazaro und Hannes Wolf kamen nur zwei Leihspieler, die den Konkurrenzkampf verschärfen. Max Eberl war dies gerade recht, hieß es doch, dass keine Leistungsträger ersetzt werden mussten.

Für den Sportchef der Fohlen ist es eine seltene Erfahrung. In den Vorjahren ging immer wenigstens ein Top-Spieler. 2019 war es Thorgan Hazard, 2018 Jannik Vestergaard, zuvor etwa Max Kruse, Marc-Andre ter Stegen oder Granit Xhaka. Inzwischen kann Gladbach seine besten Profis trotz nachhaltigen Interesses auf dem Markt halten. "Borussia ist mehr als ein Sprungbrett, definitiv", sagt Eberl gegenüber Sport Bild. "Wir müssen nicht mehr zwangsläufig jeden guten Spieler verkaufen, weil wir wirtschaftlichen Zwängen unterliegen."

Abgänge zu Top-Klubs wären "keine Schande"

Es ist ein Zeichen der kontinuierlichen Entwicklung am Niederrhein, die der Sportdirektor federführend prägt. Dies zeige sich auch darin, welche Klubs ihr Interesse an Gladbach-Profis hinterlegen. Vor zehn Jahren seien es "Vereine wie der HSV, Stuttgart oder Hannover gewesen, die Spieler von uns weggelockt haben. Heute sprechen wir von Klubs wie Barcelona oder Arsenal." Es sei "keine Schande", wenn zukünftig Profis von Gladbach zu solchen Vereinen wechseln sollten. Vielmehr würde Eberl es als Qualitätsmerkmal sehen, "auch als eine Ehre und Auszeichnung für uns".

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Lars Pollmann  
07.10.2020