Dresden wird wieder wahrgenommen

Dynamo in neuer Rolle: Vom Absteiger zum Aufstiegsfavoriten

Dynamo Dresden muss sich in der anstehenden Saison neu beweisen: In der 3. Liga wird das Team als Favorit angesehen.
Dynamo Dresden muss sich in der anstehenden Saison neu beweisen: In der 3. Liga wird das Team als Favorit angesehen. (Foto: imago)

Noch vor wenigen Monaten wurde die SG Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga stets als Außenseiter gehandelt - es folgte der Abstieg. Nun, in der 3. Liga angekommen, ändert sich die Sichtweise vieler. Auf einmal werden die Schwarz-Gelben wieder als Favorit angesehen.

Vom 15. Spieltag an der abgelaufenen Saison befand sich Dynamo Dresden auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Bis zum Ende behielten die Schwarz-Gelben die Rote Laterne, es folgte der Abstieg in die 3. Liga. Zudem war ein personeller Umbruch nötig: 17 Spieler wurden verabschiedet, dafür präsentierte der neue Geschäftsführer Sport Ralf Becker in den vergangenen Wochen einen Neuzugang nach dem anderen. Doch nicht nur die Mannschaft hat sich geändert, auch die Sichtweise der Konkurrenz. Auf einmal wird Dynamo wieder als Anwärter auf die obersten Plätze angesehen. "Dass wir von allen immer und überall als der Favorit gesehen werden, wird die größte Herausforderung für uns in diesem Jahr", bestätigte Marco Hartmann gegenüber der Bild.

Fan-Rückkehr? Kauczinski noch ungläubig

Hinzu kommt, dass Dynamo Dresden in Zukunft wohl wieder auf die alte Stärke setzen kann: Die eigenen Fans im Rudolf-Harbig-Stadion. Am kommenden Montag soll wohl das Dresdner Gesundheitsamt eine Entscheidung fällen, wie viele Zuschauer an den kommenden Spieltagen ins Stadion dürfen. "Es wäre schön, so viele Zuschauer wie möglich im Stadion zu haben", sagte SGD-Kapitän Sebastian Mai. "Das pusht natürlich und ist ein ganz, ganz großer Teil von Dynamo Dresden." Sein Trainer Markus Kauczinski ist erst überzeugt, wenn die Entscheidung offiziell ist. "Ich kann es noch nicht so richtig glauben", meinte der 50-Jährige. "Da kommt bestimmt noch was dazwischen. Aber wenn es so kommt, freuen wir uns natürlich tierisch, dass wir Unterstützung haben."

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Tom Jacob  
04.09.2020