Wieder ganz der Alte!

Dynamo: Drei Gründe, warum Hartmann gegen 1860 so stark aufspielte

Dynamos Marco Hartmann zeigte gegen den TSV 1860 München eine starke Vorstellung.
Dynamos Marco Hartmann zeigte gegen den TSV 1860 München eine starke Vorstellung. (Foto: imago)

Für Marco Hartmann war der 2:1-Sieg gegen 1860 München das erste Pflichtspiel über volle 90 Minuten seit knapp fünf Monaten. fussball.news nennt drei Gründe, warum der dienstälteste Profi bei Dynamo Dresden so stark aufspielte.

Das letzte Pflichtspiel über die volle Distanz spielte Hartmann am 21. Juni diesen Jahres, beim 1:0-Auswärtssieg über den SV Sandhausen am 33. Spieltag der vergangenen Saison. Seither warfen ihn immer wieder kleinere Verletzungen aus der Bahn. Nun ist "Harti" wieder zurück.

Perfekter Gegenspieler

Beim Sieg über die Münchner Löwen überragte Hartmann mit seiner Zweikampfstärke, ließ seinen Gegenspielern - insbesondere Angreifer Sascha Mölders - kaum Spaß am Fußball. "Wir wussten, dass Mölders körperlich sehr präsent ist und die Bälle gut festmachen und weiterleiten kann", erzählte der dienstälteste Spieler bei Dynamo Dresden selbst. "Aber ich bin ja auch nicht ganz leicht und das ist schon meine Stärke, Kopfbälle zu gewinnen. Einige erinnern sich nicht mehr daran, aber das kann ich auch noch", sagte der 32-Jährige leicht ironisch. Ein bulliger Mölders war für Hartmann also der perfekte Gegenspieler. "Lieber so, als einer, der mir zu klein und zu schnell ist."

Matchplan aufgegangen

Ein weiterer Grund, warum Hartmann aus der Dreier-Abwehrkette so herausstach: Die ganze Defensive packte mit an. Und zwar genau so, wie der Trainer Markus Kauczinski es gefordert hatte. "Wir haben uns in jeder Trainingseinheit drauf vorbereitet, wie wir dieses Spiel angehen wollen", verriet Hartmann im Nachhinein. "Der Plan vom Trainer hat den Gegner etwas überrascht und uns in die Karten gespielt. Viele Dinge haben gut funktioniert, das hat uns gut getan." Es war also auch eine taktische Meisterleistung des Trainerteams um Kauczinski, die Hartmann als Chef in der Hintermannschaft gut aussehen ließ.

Geballte Erfahrung

142 Pflichtspiele hat Hartmann allein bei den Profis von Dynamo Dresden auf dem Buckel. "Er ist ein sehr erfahrener Spieler, der bereits viel erlebt hat und auf viel Wissen zurückgreifen kann, auch im taktischen Bereich", sagte Trainer Kauczinski nach dem 2:1-Sieg über Hartmann. "Er hat auch Lösungen parat, wie man Dinge angehen kann. Es ist wichtig jemanden mit seiner Erfahrung zu haben." Weil der Führungsspieler nach seinen Verletzungen noch einen gewissen Trainingsrückstand aufweist, sah der Coach die Position des zentralen Innenverteidigers wie angegossen für Hartmann. "Die Position war perfekt für ihn. Ich glaube nicht, dass er im Mittelfeld 90 Minuten durchgehalten hätte", so Kauczinski.

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Tom Jacob  
16.11.2020