Erstes Spiel gegen den Ex-Klub

Dynamo-Boss Becker: "Beim HSV war die Fallhöhe sehr viel größer"

Becker scheiterte beim HSV am Unterfangen direkter Wiederaufstieg. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images
Becker scheiterte beim HSV am Unterfangen direkter Wiederaufstieg. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Dynamo Dresden empfängt am heutigen Montagabend den Hamburger SV in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Die Partie stellt nicht nur das Debüt von Ralf Becker dar, es geht für den Sportchef auch gleich gegen seinen Ex-Klub. Ein Vergleich liegt auf der Hand.

"Beim HSV habe ich nach dem erstmaligen Absturz des Klubs in die 2. Liga angefangen. Da war die Fallhöhe sehr viel größer als hier, weil Dynamo in der Vergangenheit immer wieder Höhen und Tiefen erlebt hat", so der Ex-Profi gegenüber dem kicker. Dennoch fällt natürlich ins Auge, dass Becker sich wieder einem Absteiger mit großen Ambitionen angeschlossen hat. Dabei scheinen die Voraussetzungen für einen Sportchef beim Drittligisten Dynamo sogar vorteilhafter als seinerzeit beim Zweitligisten in Hamburg.

"Das Gefühl eines Neuanfangs vermitteln"

"Beim HSV damals hast du zunächst kaum was machen können. Hier in Dresden war das auf Anhieb ganz anders", sagt auch Becker. Bei den Rothosen musste er den Sparstift ansetzen, bei Dynamo konnte der 49-Jährige im Sommer überzeugende Transfers tätigen, wenngleich die Sachsen nicht mit Ablösesummen um sich schmissen. "Man kann immer über zwei, drei Namen diskutieren. Wir haben uns dazu entschieden, einen Umbruch vorzunehmen, um auch nach außen das Gefühl eines Neuanfangs zu vermitteln", erklärt Becker. Insgesamt kamen 13 externe Neuzugänge, während annähernd 20 Profis nicht mehr bei Dynamo sind.

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Lars Pollmann  
14.09.2020