Wechsel nach Rom

Dybala-Überraschung dank geringer Ausstiegsklausel?

Dybala spielt künftig für die Roma. Foto: Getty Images
Dybala spielt künftig für die Roma. Foto: Getty Images

Paulo Dybala steht laut übereinstimmenden Medienberichten vor der Unterschrift bei der AS Rom. Nachdem der Argentinier bei Juventus keinen neuen Vertrag erhalten hatte und sich ein lange angedachter Wechsel zu Inter Mailand nicht materialisiert, erhält der Sieger der Europa Conference League eher überraschend den Zuschlag.

Während in der Ewigen Stadt die Dybala-Mania vor dem Ausbruch steht und sich die Trikotverkäufer auf den Ansturm auf die Jerseys mit der Nummer 21, die sich der Angreifer ausgesucht haben soll, vorbereiten, gibt es in Italien durchaus auch kritische Stimmen. Die Rede ist davon, dass sich der 28-Jährige verzockt habe, weil er im Herbst ein Angebot zur Vertragsverlängerung bei Juve ausließ und wohl fest an einen lukrativen ablösefreien Wechsel zu Erzrivale Inter dachte. Zu dem Zeitpunkt wussten die Nerazzurri noch nicht, dass sie Romelu Lukaku vom FC Chelsea leihen würden. Mit der Rückkehr des Belgiers ist die Offensivabteilung bei den Lombarden überdimensioniert, für Dybala blieb kein Platz mehr.

Unterschrift dank Ausstiegsklausel

Mit der Roma hat er sich nun immer noch für einen traditionsreichen und ambitionierten Klub entschieden, aber eben keinen, der in der jüngeren Vergangenheit zum absoluten Spitzenbereich der Serie A gehört hat. Dass sich dies unter Jose Mourinho wieder ändern könnte, hat dessen erste Saison in Rom allenfalls angedeutet. Womöglich ist auch bei Dybala eine gewisse Skepsis vorhanden. Denn, wie die Gazzetta dello Sport berichtet, fiel die Entscheidung für den Klub nicht zuletzt deshalb, weil ihm im Vertragswerk eine vergleichsweise niedrige Ausstiegsklausel garantiert wird.

Klausel näher an 20 als 30 Mio. Euro

Mit einer Summe, die näher an 20 denn an 30 Millionen Euro liegen soll, wird Dybala künftig unter Marktwert aus seinem Vertrag bei der Roma zu kaufen sein. Nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen ist natürlich fraglich, ob sich allzu bald ein Klub finden wird, der für den Angreifer neben der Ablösesumme auch ein ordentliches Gehaltspaket schnürt. Bemerkenswert bleibt es allemal, dass Dybala schon bei der Unterschrift darauf geachtet zu haben scheint, seinen neuen Arbeitgeber bei einer passenden Gelegenheit wieder verlassen zu können. Für die AS Rom bleibt es ein unerwarteter Transfercoup, der auch den möglichen Verlust von Jungstar Nicolo Zaniolo an Juventus erträglicher machen würde.

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Lars Pollmann  
19.07.2022