Erstes Pflichtspiel mit dem FCN

Duell mit Ex-Chef Nagelsmann: Klauß will "nicht zu sehr um die Ecke denken"

Klauß assistierte bis zuletzt Nagelsmann in Leipzig. Foto: Imago
Klauß assistierte bis zuletzt Nagelsmann in Leipzig. Foto: Imago

"Ausgerechnet", es gibt wohl wenige Wendungen im Fußball, die derart ausgelutscht sind. Doch manchmal passt es einfach. Dass Robert Klauß mit dem 1.FC Nürnberg im DFB-Pokal ausgerechnet auf RB Leipzig trifft, hat eben einen besonderen Reiz. Bis zum Wechsel ins Frankenland war der Übungsleiter Co-Trainer von Julian Nagelsmann.

Davon ab, dass er in der Vorbereitung auf das Spiel mit Anfragen regelrecht bombardiert wurde, besteht für den neuen FCN-Coach auch sportlich eine durchaus schwere Aufgabe in der nicht alltäglichen Konstellation. "Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu sehr um die Ecke denke und schauen, dass ich alles so einfach wie möglich halte und nicht vom Hundertsten ins Tausendste denke", so Klauß gegenüber dem TV-Sender Sky. 

Nagelsmann kennt ihn genauso

Ob es ein großer Vorteil ist, dass er die Mannschaft von Leipzig sehr gut kennt, lässt er dahingestellt sein. Schließlich kennt Nagelsmann umgekehrt auch Klauß bestens. "Es ist natürlich für mich nicht ganz so einfach, weil ich viel von ihm kenne und auch weiß, was eventuell seine Gegenantwort auf meine Pläne sein könnte." Die Favoritenrolle ist jedenfalls klar an den Champions-League-Halbfinalisten verteilt, für den FCN ist es eher eine Standortbestimmung vor dem Beginn der Zweitliga-Saison.

"Wäre auch gern in Leipzig geblieben"

In der soll Klauß den beinahe-Absteiger auf Vordermann bringen. Er setzte sich unter zwei weiteren Kandidaten bei Dieter Hecking durch. "Ich wäre auch gerne in Leipzig geblieben. Aber dann kam das Angebot, einen großen Traditionsverein wie den 1. FC Nürnberg zu übernehmen, als Cheftrainer." Dafür brach er bei RB Leipzig die Zelte ab. "Das hätte ich nicht für viele andere Klubs getan", sagt Klauß.

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Lars Pollmann  
12.09.2020