HSV-Coach kann Diskussionen wenig abgewinnen

Dreier- oder Viererkette? Thioune: "Von diesen Systemen lösen"

Thioune erfreut sich an der System-Diskussion nicht. Foto: Thomas Eisenhuth/Getty Images
Thioune erfreut sich an der System-Diskussion nicht. Foto: Thomas Eisenhuth/Getty Images

Drei von defensiven Anfälligkeiten gekennzeichnete Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft haben eine in Deutschland ohnehin stets beliebte Diskussion befeuert. Die Frage nach dem richtigen System gibt es auch bei vielen Vereinen. Daniel Thioune könnte beim Hamburger SV aufgrund eines personellen Engpasses umbauen.

Mit Stephan Ambrosius und Tim Leibold fehlen zwei Profis, die an den beiden ersten Spieltagen in der 2. Bundesliga Teil einer Viererkette waren. Weil es gerade auf der linken Seite an einer natürlichen Vertretung für Kapitän Leibold fehlt, mutmaßen Hamburger Medien über eine Veränderung hin zur Dreierkette. Thioune kann derartigen Diskussionen wenig abgewinnen. "Jeder Kader in der ersten, zweiten und dritten Liga ist so aufgestellt, dass der Trainer sogar während des Spiels von Dreier- auf Viererkette wechseln kann", zitiert das Hamburger Abendblatt den Chefcoach.

Debüt für Hein?

"Vielleicht sollte man sich im Fußball auch ein wenig von diesen Systemen lösen", so Thioune. Variabilität heißt das Zauberwort, dessen Bedeutung auch bei den Verpflichtungen im Sommer eine Rolle spielte. So könnte am heutigen Samstag bei der SpVgg Greuther Fürth Moritz Heyer links aushelfen, der bisher innen verteidigt hat und in erster Linie auch auf der Sechs spielen kann. Die Alternative wäre das Profidebüt von Bryan Hein aus der U21 des HSV. "Seine Entwicklung ist sehr positiv. Ihm tut es unheimlich gut, tagtäglich bei den Profis dabei zu sein", sagt Thioune über den 19-Jährigen. Mit einem Sieg in Fürth würde der HSV womöglich trotz eines Spiels in der Hinterhand wieder an die Tabellenspitze klettern. 

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Lars Pollmann  
17.10.2020