Viel Unruhe in Berlin

Drei Trainer bei Hertha! Bobic: "Persönliche Niederlage für mich"

Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic steht im Fokus.
Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic steht im Fokus. Foto: Getty Images

Am Ende zog Hertha BSC in der Relegation den Kopf aus der Schlinge. Geschäftsführer Fredi Bobic zog selbstkritisch Fazit.

Mit Pal Dardai startete Hertha BSC in die Saison. Es folgte der glücklose Coach Tayfun Korkut, bevor Felix Magath final den Klassenerhalt über den Umweg Relegation meisterte. Die Berliner erlebten harte Monaten, die auch an Fredi Bobic nicht spurlos vorbeigingen. Der kicker zitierte den Geschäftsführer bei der Mitgliederversammlung des Klubs: "Es ist eine persönliche Niederlage für mich, dass wir drei Trainer brauchten, um die Saison zu beenden." Der Europameister von 1996 ist in den vergangenen Jahren wahrlich nicht als Trainer-Killer aufgefallen.

Bobic benötigte drei Trainer für den Klassenerhalt

Im Gegenteil: Bei Eintracht Frankfurt arbeiteten in fünf Jahren unter Bobic zwei verschiedene Übungsleiter. Niko Kovac verließ die Hessen 2018, es folgte Adi Hütter. Sie bekamen vollstes Vertrauen und lieferten. In Berlin jedoch ging vieles schief, der Weg zum Klassenerhalt war steinig und schwer. Der sportliche Niedergang der Hertha habe allerdings, so Bobic, nicht nur am Trainer-Posten gelegen. Er betonte: "Wir hatten eine Mannschaft, die keine Mannschaft war und die verdammt lange gebraucht hat, um sich zu finden." Bobic stellte mit Blick auf die Zukunft klar: "Wir müssen wir alle zusehen, dass wir die PS auf die Straße bekommen. Mein Anspruch ist nicht, gegen den Abstieg zu spielen."

Florian Bolker  
29.05.2022