Statistiken und andere Wahrheiten

Drei Gründe, warum Hütter ein Top-Trainer ist

Adi Hütter ist seit Sommer 2021 Trainer von Borussia Mönchengladbach. Bis 2024 hat er Vertrag bei den Fohlen.
Adi Hütter ist seit Sommer 2021 Trainer von Borussia Mönchengladbach. Bis 2024 hat er Vertrag bei den Fohlen. (Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images)

120-mal stand Adi Hütter schon in der Bundesliga an der Seitenlinie, damit gehört er zu den erfahrensten Trainern im deutschen Oberhaus. Doch ist er auch einer der besten Coaches in Deutschland?

7,5 Millionen Euro reine Ablöse blätterte Fohlen-Sportdirektor Max Eberl im Sommer für Hütter hin, als der ihn im vergangenen Jahr aus dem Vertrag bei Eintracht Frankfurt abkaufte. Nicht nur die stattliche Summe lässt den 51-Jährigen als Top-Trainer dastehen, auch gewisse Statistiken und Aussagen der Spieler bekräftigen dieses Ansehen.

Bilanz gegen die ganz Großen

Viermal infolge blieb Hütter nun gegen den FC Bayern München ungeschlagen, davon dreimal als Trainer von Borussia Mönchengladbach. Nicht nur das: Aus den vier vergangenen Partien konnte Hütter drei gewinnen - so wie zuletzt der 2:1-Erfolg zum Rückrundenstart in der Allianz Arena. Dabei besiegte er auch zum wiederholten Male seinen Kontrahenten Julian Nagelsmann, gegen den er in neun Duellen erst einmal verloren hat - fünf Siege stehen gegenüber. Doch nicht nur gegen den Rekordmeister sah Hütter in dieser Saison gut aus, auch die Begegnungen gegen die beiden Champions League-Teilnehmer Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg wurden in dieser Saison gewonnen.

Des Österreichers erfolgreiche Vita

In der Red Bull-Schule erlernte Hütter das Einmaleins des Trainerseins. Kurz darauf gelang ihm mit dem SV Grödig der erste Platz in der zweiten österreichischen Liga, zwei Jahre später krönte er sich mit RB Salzburg zum Doublesieger aus Meisterschaft und Pokalerfolg. In der Saison 2017/18 löste Hütter dann als Coach der Young Boys Bern den Seriensieger FC Basel als Schweizer Meister ab - es folgte der Wechsel zur Eintracht. Mit den Frankfurtern gelang in drei Jahren Zusammenarbeit zwar kein Titelgewinn, aber 2019 verpasste er mit der SGE knapp das Finale in der Europa League. Damals scheiterten die Adler gegen den FC Chelsea erst im Elfmeterschießen. Außerdem führte Hütter die Frankfurter auch im DFB-Pokal einmal bis ins Halbfinale. Zudem verfehlte er in seiner letzten Saison nur ganz knapp die Qualifikation für die Champions League. Weitere Erfolge sollen nun mit Gladbach eingefahren werden.

Hütter hat immer ein offenes Ohr

Einen guten Trainer macht nicht nur die Taktik-Analyse und das Vorbereiten eines Matchplanes aus, sondern auch das menschliche Miteinander mit den Spielern muss stimmen. Und da wird in Mönchengladbach seit Beginn der Saison von Hütters Empathie nur so geschwärmt. Wie fussball.news weiß, können die Akteure den Cheftrainer immer und überall mit Fragen und Anregungen löchern, zudem nimmt sich der Coach selbst viel Zeit, um mit seinen Führungsspielern Themen und Probleme anzusprechen und zu diskutieren. Taten, die bei der Mannschaft gut ankommen. Außerdem wirkt Hütter im Umgang mit den Medien und dem weiteren Umfeld extrem professionell. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben ihm da einiges gelehrt.

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Tom Jacob  
10.01.2022