Aufgehobene Sperre

DOSB-Chef über City-Urteil: „Das ist gekaufter Sport!“

Alfons Hörmann kritisiert den internationalen Gerichtshof in der Causa Manchester City. Foto: Getty Images

Eigentlich hätte Manchester City zwei Jahre lang ohne internationalen Wettbewerb auskommen und eine Strafe von 30 Millionen Euro zahlen müssen, weil man bei den Engländern gegen das Financial Fairplay der UEFA verstoßen hatte. Das Urteil wurde nun vom CAS auf eine Strafzahlung von zehn Millionen Euro reduziert, die Sperre wurde aufgehoben. „Nach allem, was mir an Informationen vorliegt, ist das ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die um die Fairness im Sport kämpfen“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann im Interview mit dem Sportbuzzer.

Hörmann sieht korrumpierten Sport

Der Funktionär geht mit seiner Kritik sogar noch weiter: „Das ist nicht das, was ich als Idealbild für die Zukunft des Sports sehe. Das ist ein gekaufter Sport.“ Den Ermittlungen nach soll Manchester City seiner Zeit Einnahmen über Sponsoren generiert haben, die ursprünglich aber von Klub-Besitzer Scheich Mansour bezahlt worden sein sollen. Der CAS ruderte zurück, weil die Beweise unzureichend gewesen sein und die Taten zum Teil verjährt sein sollen. Eine Aufhebung des Urteils erfolgte aber nicht, was für viel Kritik sorgte. „Solch eine Entwicklung, die jetzt leider sogar von Gerichtsseite bestätigt wurde, findet keine Akzeptanz in der Gesellschaft“, meint Hörmann.

 

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Benjamin Heinrich  
22.07.2020