2. Bundesliga

Doping-Ermittlungen: HSV sagt Vuskovic Unterstützung zu

Der DFB ermittelt gegen Mario Vuskovic (Mitte). Foto: Getty Images.
Der DFB ermittelt gegen Mario Vuskovic (Mitte). Foto: Getty Images.

Am Samstag gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt, ein Verfahren gegen Mario Vuskovic vom Hamburger SV aufgrund einer positiven Doping-Probe eingeleitet zu haben. Der Verein sprach dem Abwehrspieler seine Unterstützung zu.

Beim 4:2-Sieg des Hamburger SV gegen den SV Sandhausen am Samstagmittag fehlte Mario Vuskovic laut Vereinsangaben aus privaten Gründen. Jedoch dürfte es sich um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt haben, da der DFB wenige Stunden nach dem Schlusspfiff im Volksparkstadion von einem Verfahren gegen den Innenverteidiger berichtete. Demnach sei im Rahmen einer Doping-Probe der Nationalen Anti-Doping Agentur Deutschland (Nada) während einer Trainingswoche "die Substanz Erythropoetin (Epo) festgestellt" worden.

HSV sagt Vuskovic Unterstützung zu

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, habe die Staatsanwaltschaft Hamburg am Freitag einen Durchsuchungsbeschluss umgesetzt. Am Samstag teilte der Verein mit: "Wir können die Ermittlungen – von denen wir kürzlich überrascht wurden – gegen unseren Spieler Mario Vuskovic bestätigen. [...] Was wir sagen können: Wir unterstützen Mario Vuskovic und die zuständigen Behörden bei der Aufklärung und stehen parallel dazu im engen Austausch mit der DFL und dem DFB. Wir haben Mario Vuskovic vorerst aus dem Trainings- und Spielbetrieb genommen, um Schaden von ihm sowie dem Club fernzuhalten."

Vuskovic könnte monatelange Sperre drohen

Dem Abendblatt zufolge drohen dem HSV keine Konsequenzen, solange dem Verein kein Verschulden nachgewiesen werden könne und nicht mehr als zwei Spieler positiv getestet worden seien. Vuskovic drohe hingegen eine Sperre über mehrere Monate, falls er schuldig gesprochen werden sollte. Das Sportgericht des DFB werde zu Wochenbeginn über eine vorläufige Sperre entscheiden. 

 

Florian Bajus  
13.11.2022