Politik mischt mit

Diskussion um Pyro-Legalisierung: Watzke fehlt "Fantasie" - Politik mischt mit

Das Hamburger Stadion brennt: Die Diskussionen um Einsatz von Pyro-Technik nehmen zu. Foto: Getty Images.
Das Hamburger Stadion brennt: Die Diskussionen um Einsatz von Pyro-Technik nehmen zu. Foto: Getty Images.

In den vergangenen Wochen haben sich einige Vereinsbosse aus der Bundesliga zu einer teilweisen Legalisierung von Pyrotechnik in den Stadien geäußert. Das Meinungsbild könnte unterschiedlicher nicht sein. Jetzt schaltet sich auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke in die Diskussion ein. 

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga Watzke sagte zur BILD am Sonntag: "Wenn sich die Politik plötzlich die Legalisierung von Pyrotechnik in den Stadien vorstellen kann, müssten die Klubs als Veranstalter aus der Haftung genommen werden. Mir fehlt jegliche Fantasie, wie das funktionieren soll." Der Vorstand von Borussia Dortmund ist nicht begeistert von der Idee. 

Wie die Zeitung berichtete, sollen neben den Vereinsbossen auch Teile der SPD, Grüne und der FDP für eine Teillegalisierung sein. Die Idee der Parteien sieht vor, dass in bestimmten, sicheren Bereichen der Stadien das Abbrennen des Feuerwerks gestattet werden soll. Die Idee soll auf der nächsten Sportministerkonferenz im November vorgestellt werden. 

RB Leipzig entschieden gegen Legalisierung 

Ulrich Wolter, der Vorstand der roten Bullen ist mit seiner Meinung bei diesem Thema nah bei Watzke: "Seit der Fußball nach der Pandemie wieder mit Zuschauern stattfindet, scheint der gefährliche Einsatz von Pyrotechnik bei vielen Fans zum gelebten Standard zu werden", so der Boss von RB Leipzig zur Zeitung. 

Ein Befürworter der Teillegalisierung ist Werder Bremens Präsident Grunewald. Dieser sagte zur Süddeutschen Zeitung, dass zumindest über "einen kontrollierten und legalen Einsatz von Pyrotechnik" gesprochen werden sollte. 

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Magdalena Schwaiger  
11.09.2022