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Abschied im Sommer

Diese sieben Spieler haben wohl keine Zukunft bei Hertha

Pascal Köpke (l.) und Lukas Klünter (r.) haben sich in zwei Jahren jeweils nicht durchsetzen können (Foto: IMAGO).
Diese sieben Spieler haben wohl keine Zukunft bei Hertha

Nach einer chaotischen Vorsaison steht bei Hertha BSC einmal mehr ein Umbruch an. Das beinhaltet auch, dass einige Spieler den Verein aufgrund fehlender Perspektive im Sommer verlassen könnten. fussball.news stellt sieben Kandidaten für einen Wechsel vor.

In der kommenden Saison will Hertha BSC das chaotische Vorjahr abschütteln und sich nach oben orientieren. Hierfür werden Veränderungen im Kader der "alten Dame" nicht zu verhindern sein. Zum einen, weil zahlreiche Routiniers den Verein verlassen haben und auch durch Transfers eine neue Achse gebildet werden soll. Zum anderen haben aber auch einige Spieler mit Vertrag keine Zukunft mehr in Berlin - so stehen einige Abgänge im Raum. fussball.news zeigt auf, wer Hertha im Sommer verlassen könnte und warum.

Pascal Köpke

Pascal, Sohn von DFB-Torwarttrainer Andi Köpke hat einen schweren Stand bei Hertha. Der Mittelstürmer, 2018 von Zweitligist Erzgebirge Aue an die Spree gewechselt, hat sich in zwei Jahren nicht nachhaltig durchsetzen können. Zwar hat der 24-Jährige während der kurzen Amtszeit von Jürgen Klinsmann überraschend viele Minuten erhalten, unter Bruno Labbadia ist Köpke allerdings in acht von zehn Spielen nicht einmal Teil des Kaders gewesen. Es scheint, als sei die Bundesliga noch eine Nummer zu groß für den Angreifer und da Hertha im Mittelsturm neben Krzysztof Piatek noch einen weiteren Mann dazuholen will, sind die Tage von Köpke in Berlin wohl gezählt.

Mathew Leckie

Während es bei allen anderen Spielern größtenteils Mutmaßungen sind, ob sie Hertha im Sommer verlassen könnten, scheint es bei Mathew Leckie recht klar. Schließlich sagte der Australier Mitte Mai Fox Football: "Ich denke, ein Wechsel ist das, was ich brauche. Ich werde versuchen, im Sommer zu wechseln." Grund für seine Unzufriedenheit: In der jüngst abgelaufenen Saison ist der Flügelflitzer auf nur sieben Einsätze gekommen, oftmals hat er nicht einmal Kader gestanden. Nach einer starken Hinrunde in seiner Debüt-Saison für Hertha sind Leckies vergangene zweieinhalb Jahre in Berlin enttäuschend verlaufen. Aufgrund von Verletzungen und Nationalmannschaftsreisen hat der 29-Jährige selten seinen Rhythmus gefunden und mittlerweile ist er hinter Dodi Lukebakio und co. maximal nur noch Ersatz. Eine Trennung im Sommer scheint sehr wahrscheinlich.

Lukas Klünter

Lukas Klünter, 2018 vom 1. FC Köln verpflichtet, hat zwei durchwachsene Jahre bei Hertha hinter sich. Es hat Phasen gegeben, in denen der 24-jährige Rechtsverteidiger absolut gesetzt gewesen ist, dominanter sind jedoch jene gewesen, in denen Klünter nur Bankspieler gewesen ist. Fehlende Konstanz und erkennbare Difizite im Offensivspiel haben verhindert, dass sich der pfeilschnelle Defensivspieler nachhaltig etablieren konnte. In der vergangenen Hinrunde noch gesetzt, hat Klünter unter Labbadia quasi nicht mehr stattgefunden. Es ist öffentlich bekannt, dass Hertha einen neuen Rechtsverteidiger verpflichten will und auch die Vertragsverlängerung mit dem 33-jährigen Peter Pekarik legt Klünter nahe, sich eine neue Herausforderung zu suchen.

Dardai, Covic, Kiprit, Baak

Palko Dardai, Maurice Covic, Muhammed Kiprit, Florian Baak - alle genannten Namen vereint, dass sie vor ein paar Jahren als Hertha-Eigengewächse einen Profivertrag bei den Blau-Weißen unterschrieben haben. Sie haben jedoch auch gemeinsam, dass es den endgültigen Durchbruch bei der ersten Mannschaft nie gegeben hat. Keiner der vier Talente hat sich bislang auch nur ansatzweise durchsetzen können, einzig Einsätze bei der U23 in der Regionalliga stehen in den letzten Saisons zu buche. Mit 21 bis 22 Jahren stehen die vier Berliner Eigengewächse an einem entscheidenden Punkt ihrer Karriere: Bei Hertha scheint der Weg nicht über die Reservemannschaft hinausgehen zu können, doch wenn nun nicht der Sprung zum Profi-Niveau gelingt, könnte die Karriere versacken. Ein Wechsel in schwächere Profi-Ligen wie die deutsche dritte oder Länder wie die Schweiz und Österreich könnte dazu führen, dass sich Dardai und co. ins Schaufenster spielen und abseits von Hertha ihren Weg gehen. Bei der "alten Dame" scheinen die Vier keine Chance aufs Durchsetzen zu haben. 

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Marc Schwitzky  
01.08.2020