Ausfall trifft FC Bayern

Diese Probleme bereitet die Pavard-Verletzung

Benjamin Pavards Marktwert wird inzwischen auf 40 Millionen Euro geschätzt.
Benjamin Pavards Marktwert wird inzwischen auf 40 Millionen Euro geschätzt. Foto: Getty Images

Benjamin Pavard hat es in seiner ersten Saison beim FC Bayern München geschafft, unumstrittener Leistungsträger zu werden. Als rechter Verteidiger ist der Franzose für Trainer Hans-Dieter Flick kaum zu ersetzen. Der mehrwöchige Ausfall bringt den Coach daher in Bedrängnis.

Als der FC Bayern München 35 Millionen Euro für Benjamin Pavard an den VfB Stuttgart überwies, da hielt sich die Begeisterung im Umfeld des deutschen Rekordmeisters in Grenzen. Der Franzose war 2018 zwar Weltmeister geworden, doch nur zwölf Monate später stieg er nach vielen schwachen Leistungen mit den Schwaben ab. Und so ein Akteur soll das Format für den deutschen Rekordmeister haben?

Pavard inzwischen kaum zu ersetzen

46 Pflichtspiele, vier Tore und sieben Vorlagen später trifft eine mehrwöchige Verletzungspause den FC Bayern kurz vor dem Re-Start der Champions League hart. Das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Chelsea wird er definitiv verpassen. Dabei hatte Pavard die Rechtsverteidigerposition vor dem Urlaub optimal ausgefüllt! Hinten lässt der 24-Jährige kaum etwas anbrennen und vorne sorgt er bei Standardsituationen mit seiner prima Schuss- und Kopfballtechnik für große Gefahr. Er zählt aktuell zu den Unersetzlichen. Dies hat mehrere Gründe.

Kein Vertrauen in Odriozola

Zum einen ist da die fehlende Qualität beim Ersatzmann. Hans-Dieter Flick wollte im Winter Dodo aus Donezk nach München lotsen, er bekam Leihgabe Alvaro Odriozola. Der Spanier konnte nicht überzeugen, er wird zu Real Madrid zurückkehren. Obwohl gegen Chelsea ein 3:0 verteidigt werden muss, traut ihm der Trainer möglicherweise nicht. Dieser Deal war ein Flop.

Flick muss Erfolgsachse im Mittelfeld möglicherweise auflösen

Zum anderen muss der Trainer deshalb möglicherweise eine ungewollte Rotation vornehmen. Die in der Zentrale herausragend agierende Achse Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Thomas Müller müsste gesprengt werden. Kimmich würde dann den Posten von Pavard einnehmen, für ihn könnte der abwanderungswillige Thiago Alcantara in die Mannschaft rücken. Freilich ist dies angesichts der Klasse von Thiago ein Luxusproblem. Doch es zeigt sich: Der Ausfall von Pavard trifft Flick hart, weil er an neuralgischen Punkten Veränderungen vornehmen muss.

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Christopher Michel  
26.07.2020