Millionen winken

Von Bellingham bis Becker: Diese "Juwele" halten die Bundesligisten zum Verkauf in der Hinterhand

Der BVB und Bellingham könnten 2023 getrennte Wege gehen. Foto: Lars Baron/Getty Images
Der BVB und Bellingham könnten 2023 getrennte Wege gehen. Foto: Lars Baron/Getty Images

Zur Transferstrategie von Borussia Dortmund zählte in den letzten Jahren, talentierte Spieler einzukaufen und diese gewinnbringend weiterzuverkaufen: Ousmane Dembele wurde für 140 Millionen Euro an den FC Barcelona verkauft, Jadon Sancho für 80 Millionen Euro an Manchester United. Und Erling Haaland zog es jüngst für 60 Millionen Euro zu Manchester City. Doch wie sieht es bei den anderen Bundesligisten aus? fussball.news listet die "Juwele" der 18 Bundesligisten auf, die ihren Klubs über kurz oder lang beachtliche Summen einspielen könnten.

Borussia Dortmund: Nachdem Haaland den BVB jüngst verließ, könnte Jude Bellingham der nächste Star sein, den es zu einem internationalen Top-Klub zieht. Laut Sport Bild wollen die Westfalen mindestens 120 Millionen Euro für den 19 Jahre alten Mittelfeldspieler. Die Dortmunder wollen den englischen Nationalspieler aber wohl frühestens 2023 abgeben. Der FC Liverpool und Real Madrid könnten dann zuschlagen.

FC Bayern: Bellingham könnte es möglicherweise zurück nach England ziehen, ebenso wie Jamal Musiala. Der einstige Jugendspieler des FC Chelsea steht beim FC Bayern zwar noch bis 2026 unter Vertrag, doch wer weiß, wie sich die Dinge entwickeln. Vielleicht strebt Musiala nach der EM 2024 nach einer neuen Herausforderung - und das in der Premier League. Die Münchner würden für den 19-jährigen deutschen Nationalspieler aber wohl kaum weniger als 100 Millionen Euro verlangen.

Bayer Leverkusen: 100 Millionen Euro soll derweil auch die Summe sein, die Bayer Leverkusen im Falle eines Verkaufs von Florian Wirtz fordern soll. Obwohl der 19 Jahre alte Offensivspieler seinen Kontrakt jüngst bis 2027 verlängerte, gibt es angeblich eine Absprache, dass er für jenen Betrag gehen kann. Einige sehen ihn mittel- bis langfristig beim FC Bayern, doch auch England und Spanien dürften für ihn interessant sein.

RB Leipzig: Während die Ausstiegsklausel bei Wirtz nur mündlich geregelt scheint, soll sie bei Christopher Nkunku im kürzlich bis 2026 verlängerten Vertrag schriftlich eingebaut sein. Für 60 Millionen Euro könnte der Franzose demnach ab Sommer 2023 wechseln. Der FC Bayern gilt als Interessent, doch auch Vereine aus der Premier League sowie sein Ex-Klub Paris Saint-Germain sollen ganz genau verfolgen, wie sich der 24-Jährige entwickelt.

Union Berlin: Auch bei Union Berlin hat es jüngst erst eine wichtige Verlängerung gegeben - und zwar die von Sheraldo Becker. Zur Vertragslänge machten die Köpenicker keine Angaben, doch dürfte der 27-jährige Offensivmann vorerst weiter bei Union bleiben. Womöglich geht es dann 2023 weg aus der Bundesliga. Die Premier League könnte eine Destination sein, die Ablöse sich bei rund 30 Millionen Euro einpendeln.

SC Freiburg: Ob die Premier League auch für Kevin Schade interessant wäre? Es könnte durchaus sein, doch womöglich beobachten ihn auch andere Bundesligisten. Je nach Entwicklung dürfte der 20-jährige Angreifer dem SC Freiburg vermutlich 15 bis 20 Millionen Euro einbringen.

1. FC Köln: Eine ähnliche Summe könnte dem 1. FC Köln im Bestfall für Ellyes Skhiri winken. Der 27 Jahre alte Tunesier wird immer wieder als Verkaufskandidat gehandelt - weil er eine ordentliche Ablöse einbringen könnte. Wohin es ihn ziehen würde? In der jüngeren Vergangenheit hieß es mal, die AC Mailand wäre an ihm dran.

1. FSV Mainz 05: Auf mehr als 20 Millionen Euro darf indessen der 1. FSV Mainz 05 hoffen. Mit Jonathan Burkardt steht ein vielversprechender Stürmer im Kader, der erst 21 Jahre alt ist, aber viel mitbringt. Mit seinem Potenzial dürfte er für die nationalen Top-Klubs aber auch für namhafte internationale Vereine von Interesse sein.

TSG Hoffenheim: Dasselbe trifft für die TSG Hoffenheim und David Raum zu. Der 24 Jahre alte Linksverteidiger soll auf dem Wunschzettel von Borussia Dortmund stehen, daneben aber angeblich auch von Manchester United. Für eine Summe von 40 Millionen Euro könnte er noch diesen Sommer wechseln - aber womöglich eher zu den finanzstärkeren Engländern.

Borussia Mönchengladbach: Bei Borussia Mönchengladbach gäbe es mit Luca Netz eine fünf Jahre jüngere Alternative, die vor diesem Hintergrund momentan noch billiger zu haben wäre. Sollte sich der Fohlen-Youngster weiterhin stark entwicklen, ist aber nicht auszuschließen, dass er einmal wie Raum für bis zu 40 Millionen Euro gehandelt wird. Auch bei ihm könnten eines Tages noch heiße Gerüchte um einen Wechsel zu einem namhaften Bundesliga-Klub oder einem interessanten internationalen Verein aufkommen.

Eintracht Frankfurt: Junge Verteidiger scheinen hoch im Kurs zu stehen. Bei Eintracht Frankfurt halten die Gerüchte an, dass Evan Ndicka wechseln könnte. Für 30 bis 40 Millionen Euro wäre ein Transfer des 22-jährigen Franzosen gen Premier League nicht unwahrscheinlich. Manchester United und Newcastle United gelten als mögliche Abnehmer.

VfL Wolfsburg: Lukas Nmecha wählte hingegen im Vorsommer den entgegengesetzten Weg von Manchester City zum VfL Wolfsburg. Bei den Niedersachsen präsentierte sich der Stürmer vielversprechend, ehe er sich eine Knöchelverletzung zuzog. Wenn der 23-Jährige nun wieder an seine starke Form anknüpfen kann, ist denkbar, dass er in baldiger Zukunft den nächsten Schritt gehen könnte. Zurück nach England und diesmal in der Premier League durchstarten, wäre eine Option. Einbringen könnte er den Wölfen möglicherweise 30 Millionen Euro.

VfL Bochum: Je nach Entwicklung könnte sich auch der VfL Bochum über einen Geldregen freuen. Bei den Bochumern avancierte Erhan Masovic zum serbischen Nationalspieler. Der 23-Jährige hat noch reichlich Potenzial und könnte potenziell eines Tages 10 bis 15 Millionen Euro einbringen. Der Käufermarkt könnte hier ebenfalls in der Premier League liegen.

FC Augsburg: Ob sich auch nochmal Niklas Dorsch den Sprung ins Ausland trauen würde? Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler wechselte 2021 von KAA Gent zurück nach Deutschland zum FC Augsburg. Bei einer starken Saison könnte er womöglich eher bei einem tabellarisch höher angesiedelten Bundesligisten landen - für schätzungsweise 15 Millionen Euro.

VfB Stuttgart: Für Sasa Kalajdzic scheinen sich derweil keine lukrativen Optionen in der Bundesliga zu ergeben. Weil der VfB Stuttgart vermutlich um die 30 Millionen Euro will und Borussia Dortmund sowie der FC Bayern keinen Bedarf (mehr) haben, könnte es für den 24-jährigen Torjäger in die Premier League gehen.

Hertha BSC: 30 Millionen Euro für einen Spieler in diesem Sommer zu erhalten, wird für Hertha BSC derweil schwierig. Die Berliner müssten eher langfristig auf hohe Millionen-Summen hoffen. Beispielsweise im Fall von Linus Gechter. Schöpft der 18-jährige Innenverteidiger sein Potenzial aus, dürften auch bei ihm nationale sowie internationale Top-Klubs rufen.

FC Schalke 04: Bei Malick Thiaw war unterdessen im vergangenen Winter schon eine Tendenz erkennbar, wo es hingegen könnte - und zwar zur AC Mailand. Ein Wechsel scheiterte, doch wird schätzungsweise nur aufgeschoben sein. Auf bis zu 15 Millionen Euro dürfte der FC Schalke 04 für den 20-jährigen Innenverteidiger hoffen. Neben Milan könnten weitere internationale Top-Adressen interessant sein.

Werder Bremen: Auch Werder Bremen hat einen talentierten Defensivspieler in den eigenen Reihen: Felix Agu. Der Rechtsverteidiger liebäugelte bereits offen von der Premier League (fussball.news berichtete). Derzeit kann aber nur spekuliert werden, ob es damit klappt. Im Falle eines Wechsels könnten die Hanseaten möglicherweise aber auch rund 10 Millionen Euro rausschlagen.

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Adrian Kuehnel  
29.06.2022