Kaderplanung

Von Pavard bis Choupo-Moting: Diese 4 Stars könnten den FC Bayern 2023 verlassen

Wie geht es bei Benjamin Pavard und Eric Maxim Choupo-Moting weiter?
Wie geht es bei Benjamin Pavard und Eric Maxim Choupo-Moting weiter? Foto: Getty Images

Beim FC Bayern München wird der Kader stets auf allerhöchstem Niveau optimiert. Welche Veränderungen könnte es im kommenden Sommer geben?

Wenn ein Vertrag in rund 18 Monaten ausläuft und bislang noch keine Gespräche zwischen den Parteien geführt wurden, dann hat das zumeist eine gewisse Aussagekraft. Benjamin Pavard ist noch bis 2024 an den FC Bayern München gebunden, doch diversen Medienberichten zufolge bewegt sich in der Zukunftsfrage nichts. In der L'Equipe sagte der Abwehrmann: "Ich bin nicht dagegen, ein neues Projekt zu entdecken. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit. Warum nicht ein neues Land, eine Kultur entdecken?" Der FC Bayern überwies 2019 für Pavard 35 Millionen Euro an den VfB Stuttgart. Möglicherweise trennen sich nach vier erfolgreichen Jahren die Wege - wenn der Preis stimmt.

Rangnick kämpft um Megatalent Wanner

Während Pavard bereits Weltmeister ist und als routinierter Profi gilt, ist Paul Wanner noch eindeutig in der Kategorie Talent einzuordnen. Doch der 16-Jährige durfte in dieser Saison bereits einige Minuten in Bundesliga und Champions League beim FC Bayern mitwirken. Ralf Rangnick, Nationaltrainer Österreichs, hat Wanner deshalb für die Testspiele rund um den Lehrgang in Marbella nominiert. Wanner besitzt neben der österreichischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft und spielte beim DFB bereits in der U15, U17 und U18. Das Rennen um die Gunst des Megatalents ist eröffnet. Wanner ist noch bis 2027 an die Münchner gebunden. Doch durch die Berufung Rangnicks steigt natürlich auch das Interesse am Eigengewächs des FC Bayern. Trainer Julian Nagelsmann wird dem im Dezember 17 Jahre alt werdenden Talent Perspektiven für mehr Spielzeit bei den Profis aufzeigen müssen, sonst könnte Wanner relativ schnell zu einem anderen Bundesligisten abwandern.

Wie geduldig ist Gravenberch?

Ryan Gravenberch wiederum sieht sich über den Status "Talent" schon hinausgekommen. 177 Bundesliga- und 247 Champions-League-Minuten sind nicht der Anspruch des defensiven Mittelfeldspielers, der im Sommer für 18,5 Millionen Euro von Ajax Amsterdam zum FC Bayern wechselte. "Die Situation ist nicht einfach für mich, natürlich will ich spielen", wiederholte der 20-Jährige seine Spielzeit-Ansprüche in der Abendzeitung. Bleibt Gravenberch geduldig? Die Konkurrenz im Zentrum des FC Bayern ist für den Niederländer groß, Joshua Kimmich und Leon Goretzka gelten als gesetzt, hinzu kommt ein wieder aufblühender Marcel Sabitzer. Gravenberch hat aufgrund seiner geringen Einsatzzeit auch eine Nominierung für die WM verpasst, was als eines seiner großen Ziele galt. Sollte Gravenberch weiterhin nur Reservist bleiben, wird er sich wohl zeitnah intensiv mit der Option beschäftigen, zu welchem Klub er im Sommer 2023 wechseln könnte.

Wird Choupo-Moting ein ablösefreier Sommer-Coup?

Über geringe Einsatzzeiten kann sich Eric Maxim Choupo-Moting dagegen nicht beklagen. Der Mittelstürmer ist im dritten Jahr beim FC Bayern wohl in der Form seines Lebens. Dem Kameruner gelangen elf Treffer und drei Vorlagen in 16 Pflichtspielen. Choupo-Moting gilt als Überraschung der Hinrunde. Coach Julian Nagelsmann kann sich auf ihn als Torgaranten und Teamplayer verlassen. Bei den Münchnern soll es nun eine Tendenz zur Verlängerunng des auslaufenden Vertrags geben. Vorstandschef Oliver Kahn sagte allerdings vor einigen Wochen: "Wir sind mitten in der Saison und konzentrieren uns jetzt voll auf die sechs Spiele, dann ist erstmal WM. Wenn der Zeitpunkt kommt, setzen wir uns zusammen. Aber das ist jetzt noch sehr, sehr früh." Choupo-Moting wiederum kann nun bei der WM mit Kamerun auch für sich Eigenwerbung betreiben. Denn Gwerüchten zufolge wollen die Münchner 2023 einen echten Star als "Neuner" holen, die Rede ist von Harry Kane von den Tottenham Hotspur. Dann müsste Choupo-Moting wohl wieder ins zweite Glied bei den Münchnern rücken - und ob er dazu bereit wäre, gilt als fraglich, zumal einige Topklubs aus Europa wie Manchester United schon bei ihm angeklopft haben sollen.

Florian Bolker  
15.11.2022