Fenerbahce-Star

Pfiffe & Becherwürfe: Die Deutschland-Rückkehr von Weltmeister Özil

Mesut Özil bei seiner Rückkehr nach Deutschland im Frankfurter Deutsche Bank Park. Foto: Imago

Vor fast zwei Jahren spielte Weltmeister Mesut Özil zuletzt in Deutschland - bei Eintracht Frankfurt mit dem FC Arsenal. Nun wiederholte sich das Ereignis auch mit seinem neuen Klub Fenerbahce Istanbul. Die erneute Rückkehr nach Deutschland war allerdings eine durchwachsene.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Die Partie zwischen Eintracht Frankfurt und Fenerbahce Istanbul in der Europa League-Gruppenphase endete am Donnerstagabend 1:1-Unentschieden. Den Treffer für den türkischen Topklub erzielte der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil in der 10. Minute. Der 32-Jährige ließ immer wieder seine fußballerischen Qualitäten aufblitzen. Sportlich war die Rückkehr nach Deutschland durchaus erfolgreich. Von den Rängen allerdings bekam Özil von den deutschen Fans kaum Anerkennung. Im Gegenteil: Der Weltmeister von 2014, der für das DFB-Team insgesamt 92 Länderspiele absolvierte und seine Karriere in der Nationalmannschaft nach der WM 2018 beendete, wurde regelmäßig ausgepfiffen. Der negative Höhepunkt: Bei einem Eckball wurde der Spielmacher mit Bierbechern beworfen. 

DFB-Aus nach der WM 2018

Seit Januar diesen Jahres spielt Özil bereits für Fenerbahce Istanbul. Davor hatte er sechseinhalb Jahre für den FC Arsenal gespielt, mit dem er bereits im September 2019 bei Eintracht Frankfurt gastierte. Der gebürtige Gelsenkirchener kann eine beeindruckende Karriere vorweisen. In der Bundesliga (FC Schalke 04, Werder Bremen), der Premier League (FC Arsenal) und La Liga (Real Madrid) kommt er jeweils auf über 100 Ligaspiele, beim Weltmeistertitel Deutschlands 2014 spielte er eine wichtige Rolle. Sein Aus in der Nationalmannschaft nach der WM in Russland 2018 allerdings verlief nicht ohne Nebengeräusche. Seinen Heldenstatus hat er in Deutschland seitdem verloren. 

Durm schwärmt: "Hatten eine sehr, sehr schöne Zeit zusammen"

Frankfurts Erik Durm stand 2014 gemeinsam mit Özil im Kaders des DFB-Teams, das Weltmeister wurde. Obgleich er keine einzige Minute auf dem Platz stand, möchte er die Zeit mit der Nationalmannschaft nicht missen. Nach dem Spiel zwischen der Eintracht und Fenerbahce kam es entsprechend auch zu einem herzlichen Wiedersehen der beiden Weltmeister. "Wir hatten eine sehr, sehr schöne Zeit zusammen 2014. Das wird man nie vergessen", erzählte Durm nach der Partie und erklärte, worum es in der Unterhaltung nach dem Abpfiff ging: "Mesut ist ein super Junge. Ich habe mich nach seiner Familie erkundigt, gefragt, wie es dem Nachwuchs geht, ob alle gesund sind. Für die Zukunft haben wir uns dann gegenseitig alles Gute gewünscht." Ein kleiner Trost für die Pfiffe zuvor. 

Benjamin Heinrich  
17.09.2021