Vorm Saisonauftakt

Die 3 Gewinner der Eintracht-Vorbereitung

Danny da Costa (l.) und Rafael Borre gehören zu den Gewinnern bei der Eintracht. Foto: Imago

Die Sommervorbereitung für Eintracht Frankfurt war durchwachsen. Kein Trainingslager, die Spieler durch die EURO oder Olympia verspätet zur Mannschaft gestoßen. Drei Tage vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal nennt fussball.news die Gewinner bei den Hessen. 

Am Sonntag (15:30 Uhr) steht für Eintracht Frankfurt das erste Pflichtspiel an. Im DFB-Pokal geht es für das Team von Trainer Oliver Glasner zum Drittligisten SV Waldhof Mannheim. Eine Woche später steht mit der Auswärtspartie bei Borussia Dortmund auch der erste Spieltag in der Bundesliga an. Die kurze, aber intensive Vorbereitung bei den Hessen hat für fussball.news drei Gewinner hervorgebracht, die am Sonntag auch wohl gemeinsam in der Startelf stehen. Dort wird Ajdin Hrustic fehlen, der bis zu seiner Coronainfektion zuletzt einer der größten Gewinner der Vorbereitung war, davon aber nun erstmal zurückgeworfen wurde.

Borre startet direkt durch

Mit Rafael Santos Borre könnte ein Neuzugang bereits im ersten Pflichtspiel seinen Stammplatz sicher haben. Der 25-jährige Kolumbianer kam ablösefrei von River Plate aus Argentinien nach Frankfurt und wusste sofort zu überzeugen. Seine Pressingstärke, seine Umtriebigkeit und seine technischen Fähigkeiten passen hervorragend ins Team. Lob gab es nach dem 2:1 gegen Saint-Etienne von Trainer und Mitspielern. "Da haben wir einen guten Spieler dazubekommen. Er gefällt mir sehr gut und arbeitet viel für die Mannschaft", schwärmte Mittelfeldmann Djibril Sow. Weil die mangelnde Konkurrenz (Ragnar Ache verletzt, Goncalo Paciencia ohne Form) im Angriff aktuell auch für Borre spricht, ist er schon jetzt einer der absoluten Gewinner. 

Da Costa blüht unter Glasner wieder auf

Kein Neuzugang, aber ein Rückkehrer hat sich ebenfalls in den Vordergrund gespielt. Nach seiner halbjährigen Leihe zum FSV Mainz 05 hat Rechtsverteidiger Danny da Costa unter dem neuen Trainer Oliver Glasner seine Chance gesucht und genutzt. Nach dem Abgang von Ex-Trainer Adi Hütter, der da Costa degradiert hatte, ist da Costa auf der rechten Außenbahn wieder gesetzt. Die Zeit beim FSV Mainz 05 hat zudem auch das Selbstvertrauen des 28-Jährigen deutlich gepusht und ihn auch in einer körperliche Topverfassung gebracht, was auf dem Platz merklich sichtbar ist. Als Identifikationsfigur ist der Rechtsfuß ohnehin wichtig für Klub und Fans. Nun kann er es auch wieder auf dem Platz zeigen. Und eine Verlängerung des 2022 auslaufenden Vertrages könnte dann nur noch eine Frage der Zeit sein.

Macht N'Dicka den nächsten Schritt?

Ebenfalls als Leistungsträger eingeplant ist Evan N'Dicka. Der französische Innenverteidiger, der lange auch als Wechselkandidat galt, hat sich bei der Eintracht festgespielt und will unter Oliver Glasner den nächsten Schritt machen. Der Österreicher unterhält sich auffällig häufig mit dem 21-Jährigen im Training, demonstriert sein Vertrauen in den Youngster und macht deutlich, dass er mit ihm als wichtige Säule in der Defensive plant. N'Dickas Ruhe am Ball ist für sein Alter besonders, dass er dazu auch mit einen starken linken Fuß hat, weckt im europäischen Spitzenfußball Begehrlichkeiten. Doch in der kommenden Saison wird die Eintracht wohl in jedem Fall noch von den Stärken des Franzosen profitieren. Und danach möglicherweise eine ordentliche Ablösesumme für N'Dicka generieren. 

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Benjamin Heinrich  
05.08.2021