Beim Wechsel nach Wolfsburg

Didavi erinnert: "Ich wurde zum Hassobjekt Nummer eins"

Didavi kehrte nach zwei Jahren beim VfL zum VfB zurück. Foto: Imago
Didavi kehrte nach zwei Jahren beim VfL zum VfB zurück. Foto: Imago

Angesichts eines auslaufenden Vertrags könnte Daniel Didavi den VfB Stuttgart am Saisonende ein drittes Mal verlassen. Nach einer Leihe zum 1.FC Nürnberg im Jahr 2011 wechselte der Mittelfeldmann '16 zum VfL Wolfsburg. Der Vorgang schlug hohe Wellen.

"Zusätzlich zu meinem Wechsel ist der VfB damals abgestiegen. Ich war als Stuttgarter Junge ein Fan-Liebling und bin nach Verletzungen immer wieder zurückgekommen. Nachdem der Wechsel klar war, wurde ich zum Hassobjekt Nummer eins", erinnert der heute 31-Jährige gegenüber der Bild-Zeitung. Seinen ablösefreien Abschied nach Niedersachsen machte Didavi im April selbst öffentlich, der VfB Stuttgart rutschte im Endspurt der Spielzeit immer weiter ab und landete schließlich auf Platz 17.

"Inzwischen weiß ich, dass man drüberstehen muss"

Nach der Rückkehr im Jahr 2018 haben sich der Mittelfeldmann und die Fans der Schwaben weitgehend versöhnt, doch ganz vergessen hat Didavi nicht, was ihm rund um seinen Abschied nach Wolfsburg entgegenschlug. "Damals habe ich es an mich rankommen lassen. Inzwischen weiß ich, dass man drüberstehen muss, weil man sich gegen Hass-Kommentare nicht wirklich wehren kann." 

"Manchmal mehr als drei Stunden am Tag auf Instagram"

Didavi hat dafür zwischenzeitlich eine pragmatische Lösung gefunden und betreibt aktuell keinen Instagram-Account mehr. "Ich habe vor einiger Zeit meine Bildschirmzeit angeschaut und gemerkt, dass ich manchmal mehr als drei Stunden am Tag auf Instagram verbracht habe." Nach einer Pause habe er die App dann ganz gelöscht. Der Stuttgart-Profi hatte im Mai 2020 mit Kritik an Corona-Maßnahmen der Politik einen Shitstorm ausgelöst.

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Lars Pollmann  
28.03.2021

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