Nach Wirbel um seine Aktivitäten in Social Networks

Didavi: "Das Geschäft wird immer brutaler"

Didavi erlebte einen selbstverursachten Shitstorm. Foto: Thomas Eisenhuth/Bongarts/Getty Images
Didavi erlebte einen selbstverursachten Shitstorm. Foto: Thomas Eisenhuth/Bongarts/Getty Images

Daniel Didavi hat im Mai einen regelrechten Shitstorm über sich ergehen lassen müssen. Der Mittelfeldmann des VfB Stuttgart war mit kruden Meinungen zur Corona-Pandemie auffällig geworden, zog so Spott und Zorn einer breiten Öffentlichkeit auf sich. Nun lamentiert der 30-Jährige die Heftigkeit der Reaktion.

"Das Geschäft wird immer brutaler. Viele Menschen können sich gar nicht vorstellen, was es bedeutet, wenn man heutzutage in der Öffentlichkeit steht", so Didavi gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Aus Sicht des VfB-Profis drohten Spieler sogar daran kaputt zu gehen, ließen sie insbesondere Reaktionen in den sozialen Medien zu nahe an sich heran. "Was ich gesagt habe, darüber kann man sicherlich streiten. Was aber daraus gemacht wurde, ist absurd, teilweise sogar krank."

"Prügel gibt es in jedem Fall"

Didavi hatte die Maßnahmen der Politik und Behörden in der Corona-Pandemie infrage gestellt, stützte sich dabei auf falsche Daten und Annahmen. Das Echo ließ nicht lange auf sich warten, schnell landete der Profi in einer mehr als zweifelhaften Ecke. Die Schuld liegt freilich bei ihm, der zeitweise sogar dem rechten Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen folgte. Insofern dürfte sich das Mitleid für Didavi in Grenzen halten. Er sagt heute: "Wenn du keine Probleme haben willst, dann hältst du besser den Mund. Völlig egal, was du sagst – Prügel von irgendeiner Seite gibt es in jedem Fall." Das Gegenbeispiel haben genügend Profis während der Coronakrise bewiesen.

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Lars Pollmann  
15.08.2020