Keine Schadenfreude beim BVB-Stadionsprecher

Dickel: "Glaube nicht, dass Schalke schnell wieder hochkommt"

Dickel trauert dem Revierderby hinterher. Foto: Imago
Dickel trauert dem Revierderby hinterher. Foto: Imago

Der Abstieg des FC Schalke 04 hat sich über Monate abgezeichnet, dennoch trifft er das Ruhrgebiet schwer. Beim Erzrivalen Borussia Dortmund halten sich Schadenfreude über den Absturz der ungeliebten Königsblauen und Trauer über erstmal fehlende Revierderbys wohl ansatzweise die Waage. Norbert Dickel fällt eindeutig in letzteres Camp.

Der Stadionsprecher der Schwarzgelben will keineswegs darüber jubeln, dass der Nachbar die kommende Saison in Liga zwei verbringt. "Mir gefällt es nicht, dass Schalke absteigt. Das ist ein Drama. Es schmerzt, weil es immer besondere Wochen waren", sagt die BVB-Legende in einer Talk-Veranstaltung der WAZ. Lokalderbys wird es für seinen Klub in der neuen Bundesliga-Saison nur geben, sollte der VfL Bochum seinen Aufstiegsplatz bis Ende der Spielzeit verteidigen. Freilich sind Duelle mit der 'Fahrstuhlmannschaft' nicht vom gleichen Stellenwert wie das 'echte' Revierderby.

Abstieg als "Summe von vielen Fehlern"

Auf diese Aufeinandertreffen werden BVB und Schalke derweil längerfristig verzichten müssen, befürchtet Dickel. "Ich glaube nicht, dass sie schnell wieder hochkommen werden", malt er bezüglich Königsblau rabenschwarz. Der Abstieg sei die logische Folge einer "Summe von vielen Fehlern". Dass Schalke diese schnell berichtigen kann, kann sich Dickel nur schwerlich vorstellen. Bei zwei der bisherigen drei Abstiege der Knappen gelang der direkte Wiederaufstieg, beim letzten Mal verbrachte S04 allerdings ab 1988 drei Spielzeiten um Unterhaus.

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Lars Pollmann  
29.04.2021