Benachteiligung für SGE&Co

DFL-Boss: Gleichverteilung der Medienerlöse "würde Meisterschaft nicht spannender machen"

DFL-Boss Christian Seifert äußert sich zur Gleichverteilung der Medienerlöse. Foto: Imago

Die Verteilung der Fernsehgelder ist in der Bundesliga immer wieder ein strittiges Thema. DFL-Chef Christian Seifert äußerte sich nun dazu und glaubt nicht, dass eine Gleichverteilung der richtige Weg ist.

Im Interview mit dem Kicker macht DFL-Geschäftsführer Christian Seifert deutlich, wie ein spannenderer Titelkampf in Zukunft ausstehen könnte: "Das wäre vorrangig über eine Stärkung der Klubs zu erreichen, die auf den Rängen 2, 3 und 4 stehen." Eine Gleichverteilung hingegen sei nicht die vielerorts geforderte zielführende Lösung: "Ich halte es für eine Illusion, dass eine vollständige Gleichverteilung der nationalen Medienerlöse der Schlüssel für einen spannenderen Titelkampf ist. Das würde die Meisterschaft nicht spannender machen." 

Benachteiligung von Eintracht&Co

Vielmehr würde das Klubs wie Eintracht Frankfurt und den SC Freiburg, "die sich in den vergangenen Jahren durch sportliche Leistungen auch hinsichtlich der Ausschüttung der Medienerlöse nach oben gespielt haben, benachteiligen." Für die Regulierung einer spannenderen Meisterschaft müsste man schon zu "ganz radikalen Maßnahmen" schreiten. Die wiederum seien nur schwer umsetzbar, da sie "sämtliche Prinzipien von Leistung, Nachfrage und des Miteinanders in dem Markt außer Kraft" setzen würden. Die Bundesliga sei ohnehin schon Vorreiter in Sachen Gleichverteilung. Die Medienerlöse werden zu 54 Prozent gleich verteilt - so viel wie in keiner anderen europäischen Liga.

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Benjamin Heinrich  
13.09.2020