"Auch für mich ein bisschen überraschend"

DFB-Rückkehr und Final-Pleite: Volland im "Wechselbad der Gefühle"

Volland spielte zuletzt 2016 gegen Italien. Foto: Imago
Volland spielte zuletzt 2016 gegen Italien. Foto: Imago

Bundestrainer Joachim Löw hat bei der Nominierung seines 26-Mann-Kaders zur EURO einige Überraschungen bereitgehalten. Dazu gehört auch die Rückkehr von Kevin Volland in den Kreis des DFB-Teams. Der Angreifer der AS Monaco erlebte so einen Mittwoch, den er nie vergessen wird.

"Es war ein Wechselbad der Gefühle", erklärt der 28-Jährige gegenüber dem TV-Sender Sky. "Durch die Nominierung ist viel eingeprasselt, da freue ich mich riesig drüber. Ich bin mega happy, aber am gleichen Tag verlierst du das Pokalfinale und es ist bitter." Monaco war am Abend gegen Paris Saint-Germain mit 0:2 unterlegen. Die Mannschaft muss nun schnell wieder auf die Beine kommen, weil sie ihr Champions-League-Ticket noch nicht sicher hat.

"Auch für mich ein bisschen überraschend"

Volland dürfte angesichts seiner Rückkehr zur Nationalmannschaft in Sachen Motivation vorangehen. "Die Vorfreude ist riesig, es kam auch für mich ein bisschen überraschend, wenn ich ehrlich bin", gibt der Stürmer zu. Das letzte seiner bisher zehn Länderspiele bestritt er im November 2016. Die Berufung ist der Lohn für eine starke erste Saison nach dem Wechsel von Bayer Leverkusen ins Fürstentum. "Wenn man ins Ausland wechselt, ist es nicht so leicht, dass man gleich Fuß fasst. Deshalb habe ich mich extrem gefreut und bin auch sehr dankbar."

"Es ist alles drin, würde ich sagen"

Für Volland wird es das erste große Turnier mit dem DFB-Team, das beim letzten großen Auftritt von Bundestrainer Löw nicht zu den ersten Favoriten auf den Titelgewinn zählt. "Wenn man die Spieler durchgeht und sieht, was für individuelle Klasse die deutsche Nationalmannschaft hat, mit Spielern, die im Champions-League-Finale stehen, da ist sehr hohe Qualität vorhanden", sagt Volland. "Es ist alles drin, würde ich sagen." Ob der schweren Gruppe mit Portugal und Frankreich sei sein Ziel zunächst das Erreichen der K.o.-Phase. Anschließend komme es darauf an, im Turnier eine "gute Dynamik" zu entwickeln.

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Lars Pollmann  
20.05.2021