Urteil verkündet

DFB-Sportgericht gibt Strafe nach Bochums Becherwurf bekannt

Der VfL Bochum hat nun vom DFB-Sportgericht eine Strafe erhalten. Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images
Der VfL Bochum hat nun vom DFB-Sportgericht eine Strafe erhalten. Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images

Die Bundesliga-Partie zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach musste am 18. März beim Stande von 0:2 vorzeitig abgepfiffen werden. Ein voller Bierbecher hatte Schiedsrichter-Assistent Christian Gittelmann am Hinterkopf getroffen. Nun hat das DFB-Sportgericht ein Urteil gefällt.

VfL Bochum ist mit einer relativ glimpflichen Strafe für den Becherwurf-Skandal davongekommen. Der vom DFB-Sportgericht ausgesprochene Zuschauer-Teilausschluss wurde auf Bewährung ausgesetzt, dies wurde am Mittwoch (13. April) verkündet. Die Bewährungsfrist läuft bis zum 30. Juni 2023. Nur bei ähnlichen Vorfällen in diesem Zeitraum müsste der VfL Bochum die gesamte Südtribüne für ein Spiel schließen. Ferner dürften die Bochumer für diese Partie keinen Ticketzuschlag erheben. Der Verein hat das Urteil bereits akzeptiert.

Zudem Geldstrafe für den VfL Bochum

Daneben wird der VfL Bochum mit einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro sanktioniert, "wovon 33.000 Euro für sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden werden können, was dem DFB bis zum 31. Dezember 2022 nachzuweisen wäre". Obendrein kommen drei weitere Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 15.000 Euro für Becherwürfe seitens Bochumer Fans in den Bundesligaspielen gegen Borussia Dortmund am 11. Dezember 2021 und gegen Union Berlin am 18. Dezember 2021 sowie im DFB-Pokalspiel gegen den SC Freiburg am 2. März 2022. Auch Auflagen muss der VfL erfüllen. Dazu zählt "ein Konzept zur Einführung eines hochauflösenden Videoüberwachungssystems" und die Einführung eines Pfandbecher-Mehrwegsystems.

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Adrian Kuehnel  
13.04.2022