Eintracht Frankfurt

DFB-Kritik am Rasen? Toppmöller: "Schon sehr lange Thema"

Musiala hatte am Dienstag arge Probleme mit dem Spielfeld. Foto: Getty Images
Musiala hatte am Dienstag arge Probleme mit dem Spielfeld. Foto: Getty Images

Die ersten beiden Länderspiele des EM-Jahres waren für die DFB-Auswahl ein großer Erfolg. Nach den Siegen über Frankreich und die Niederlande ist plötzlich Euphorie zu verspüren. Fast der einzige Kritikpunkt richtete sich zuletzt auf das Spielfeld beim 2:1 über Oranje in Frankfurt. Dino Toppmöller kennt die Problematik nur zu gut.

"Wir haben es in den letzten Monaten immer erleben müssen"

"Es ist schon sehr lange ein Thema, das Medieninteresse wurde durch die Nationalmannschaft jetzt noch ein bisschen größer. Wir haben es in den letzten Monaten immer erleben müssen, die Jungs sind sehr viel weggerutscht", so der Chefcoach von Eintracht Frankfurt in der Spieltagspressekonferenz vor der Partie gegen Union Berlin am Samstag. Es sei vor allem für "Spieler wie am Dienstag Jamal Musiala, die schnell und wendig sind" schwierig, auf dem Geläuf die Bodenhaftung zu wahren.

Stadionbetreiber wehrt sich gegen öffentliche DFB-Kritik

Musiala hatte nach dem Länderspiel gegen die Niederlande deutliche Kritik am Rasen im Frankfurter EM-Stadion geübt, wo die DFB-Auswahl am 23. Juni ihr drittes und letztes Gruppenspiel gegen die Schweiz austragen wird. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bezeichnete die Spielfläche bei einem TV-Interview als "Katastrophe". Die öffentliche Kritik sorgt nun bei den Hessen für Ärger. Patrik Meyer, Geschäftsführer der Eintracht Frankfurt Stadion GmbH gibt dem DFB beim Portal ran selbst die Schuld, weil er entgegen des Rats der Greenkeeper eine Bewässerung des Rasens anordnete. "Vor dem Spiel war der DFB auch mit dem Zustand des Rasens zufrieden", so Meyer weiter.

Toppmöller will "nicht irgendwo ein Alibi suchen"

Während der Partie hatten indes manche Spieler deutlich mehr Probleme mit dem Geläuf als andere, was neben Spielweise und Körperschwerpunkt womöglich auch mit der Schuh- und Stollenwahl zu tun haben mag. Toppmöller will indes das Thema nicht zu groß machen. "Am Ende ist es so, dass beide Mannschaften mit diesen Bedingungen klar kommen müssen. Wir brauchen nicht irgendwo ein Alibi suchen." Quelle des Übels soll indes die NFL sein: Zwei Spieler der nordamerikanischen American-Football-Profiliga im Herbst machten einen Hybridrasen kaputt, als Ersatz wurde Naturrasen verlegt, der mit einem recht nassen Winter seine Probleme hatte und nie ganz eingewachsen ist. 

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Lars Pollmann  
28.03.2024