FC-Geschäftsführer spricht von Anfragen und Absage an Stuttgart

Deutliche Kritik an Heldt-Aus, aber: Der Vorstand beharrt auf Verbleib von Wehrle

Alexander Wehrle ist mit der Entlassung von Horst Heldt nicht einverstanden. Foto: Imago.
Alexander Wehrle ist mit der Entlassung von Horst Heldt nicht einverstanden. Foto: Imago.

Während Horst Heldt von seinen Aufgaben als Geschäftsführer Sport entbunden wurde, bleibt Alexander Wehrle dem 1. FC Köln in seiner Funktion als - vorerst alleiniger - Geschäftsführer erhalten. Darauf hat der Vorstand bestanden, wie Wehrle auf der Pressekonferenz am Montag erklärt hat. Der 46-Jährige habe zuvor mit Präsident Werner Wolf über Anfragen anderer Vereine gesprochen und dem VfB Stuttgart eine Absage erteilt.

Der Klassenerhalt ist geschafft, die Planungen für die kommende Saison wird Horst Heldt aber nicht fortsetzen können. Am Sonntag wurde der Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln entlassen, obwohl er mit Trainer Steffen Baumgart sowie Mittelfeldspieler Dejan Ljubicic bereits zwei Neuzugänge unter Dach und Fach gebracht hat. Doch aufgrund der Kaderplanung im vergangenen Jahr, die allen voran von wirkungslosen Transfers gezeichnet war, sah sich der Vorstand gezwungen, zu handeln und Heldt mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden.

Vorstand hält an Wehrle fest

Alexander Wehrle bleibt dem 1. FC Köln hingegen als Geschäftsführer erhalten. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, habe der Vorstand dem 46-Jährigen mitgeteilt, er habe seinen bis 2023 datierten Vertrag zu erfüllen. Das bestätigte Wehrle auf der Pressekonferenz am Montag (Zitat via Express): "Ich respektiere die Entscheidung des Klubs, mich nicht aus meinem Vertrag zu lassen."

Kritik an Heldt-Entlassung

Er habe sein Arbeitspapier "in dem Bewusstsein, Verantwortung zu übernehmen" bis 2023 verlängert, sagte Wehrle und betonte: "Ich werde meiner Verantwortung gerecht. Ich werde auch zukünftig kritisch mit dem Vorstand diskutieren. Dafür bin ich da." Daher äußerte er auf selbiger Pressekonferenz Kritik an der Entlassung von Horst Heldt: "Ich habe dem Vorstand mitgeteilt, dass ich die Entscheidung bedauerlich finde. Das hat mich nachdenklich gestimmt, aber ich gehe damit professionell um."

Wehrle hat Stuttgart abgesagt

Flüchten wird Wehrle allerdings nicht - obwohl er durchaus die Chance gehabt hätte. "Ich habe mit Dr. Wolf immer offen über Anfragen von anderen Clubs gesprochen", sagte er und ergänzte, aufgrund des Machtwortes vom Vorstand ein Engagement beim VfB Stuttgart abgelehnt zu haben: "Deshalb habe ich Stuttgart auch abgesagt." Er habe sich "immer voll und ganz auf meine Arbeit beim FC konzentriert und das wird auch in Zukunft so bleiben", versicherte Wehrle. 

Florian Bajus  
31.05.2021