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Rangnick: Deshalb sagt der Nagelsmann-Wechsel zum FC Bayern "einiges" aus

Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick lernten sich vor zehn Jahren kennen.
Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick lernten sich vor zehn Jahren kennen. Foto: Imago

Ralf Rangnick hat den Werdegang von Julian Nagelsmann hautnah miterleben dürfen. Der Wechsel zum FC Bayern München passt dabei ins Bild, dass er vom jungen Trainer hat.

Ralf Rangnick sah Julian Nagelsmann erstmals 2011, wie er im Magazin The Red Bulletin verriet. "Zwei Dinge sprachen gleich für Julian: Er hat mir direkt eine E-mail geschrieben und gefragt, wie ich seine Taktik fand ihn selbst am Spielfeldrand. Und mein Sohn meinte, sein Trainer habe fast keine Kabinenansprache halten können, weil Nagelsmann nebenan so laut gewesen sei", blickte Rangnick zurück.

Rangnick von Nagelsmann Arbeit überzeugt

Inzwischen steht Nagelsmann beim FC Bayern München am Seitenrand. Für Rangnick ist diese Entwicklung folgerichtig: "Er ist von seiner Arbeitsweise total überzeugt und bringt seine Ideen in die Herzen und Köpfe des Teams. Für mich ist Motivation nicht nur Inspiration, sondern vor allem Überzeugungstransfer, das muss eine Führungskraft schaffen." Nagelsmann habe ein "gesundes Selbstbewusstsein, mitunter auch sehr gesund".

Flick-Nachfolger: "Sagt einiges"

Doch bislang stand ihm diese Art und Weise nicht im Weg. Ganz im Gegenteil, der noch so junge Coach zeigt bereits in seinen ersten Monaten beim FC Bayern seine ganze Qualität. Dabei übernahm er durchaus ein schweres Erbe, hatte doch Vorgänger Hans-Dieter Flick in zwei Jahren sieben Titel gesammelt. Rangnick sagte dazu: "Dass er sich zutraut, den FC Bayern als direkter Nachfolger des irre erfolgreichen Hansi Flick zu übernehmen, sagt einiges."

Florian Bolker  
13.09.2021