Gegen Leverkusen gefordert

Deshalb kehrt erst bei einem Derbysieg Ruhe in Gladbach ein

Gladbachs Flügelflitzer Patrick Herrmann (r.) musste sich Nadiem Amiri und Bayer 04 Leverkusen im letzten Duell mit 0:4 geschlagen geben.
Gladbachs Flügelflitzer Patrick Herrmann (r.) musste sich Nadiem Amiri und Bayer 04 Leverkusen im letzten Duell mit 0:4 geschlagen geben. (Foto: Lars Baron/Getty Images)

Mit dem 2:1-Sieg beim FC Bayern hat Borussia Mönchengladbach wieder neue Kraft getankt. Brenzlich ist die Situation dennoch, erst ein weiterer Dreier gegen Bayer 04 Leverkusen dürfte für vorzeitige Ruhe sorgen.

Dieses Mal wurde vom Klub kein T-Shirt als sogenannter Bayern-Bezwinger angefertigt, so wie es nach der "Magic Night" im Oktober der Fall war, nachdem Borussia Mönchengladbach den Rekordmeister mit 5:0 aus dem Pokal geschossen hatte. Vielleicht auch deswegen, weil die Krise nach dem erfolgreichen Rückrundenauftakt noch immer nicht abgewendet ist. Mit 22 Punkten steht die Elf vom Niederrhein nach wie vor in der zweiten Tabellenhälfte auf Rang zwölf. Nicht der Anspruch der Fohlen!

Wird die Aufholjagd fortgesetzt?

Mit Spannung wird in Mönchengladbach deshalb erwartet, wie sich das Team von Cheftrainer Adi Hütter in den nächsten Partien schlägt. Besonders nach der 0:4-Pleite im August ist Gladbach gegen Leverkusen um Wiedergutmachung gefordert. Nebenbei soll weiter an der Aufholjagd in der Bundesliga gearbeitet werden, erst dann kann von einem Aufwind gesprochen werden.

Derbys sind das Maß aller Dinge

Andernfalls kann eine erneute Niederlage gegen die Werkself auch ganz schnell wieder für Gegenwind sorgen, denn Rheinderbys sind bei den Fohlen das Maß aller Dinge. Das bekam auch Ex-Trainer Marco Rose zu spüren, der sich in der vergangenen Saison gegen den 1. FC Köln vercoacht hatte. "Mit dem Derby spielt man nicht", lautete damals der Vorwurf des FPMG Supporters Clubs. "Wenn man verliert, kommt das Thema natürlich in diese Richtung auf", redete Rose die Kritik daraufhin klein.

Gladbach im "kleinen Rheinderby" gefordert

Zwar zählt das Duell gegen die Werkself bei den Anhängern nur als "kleines Rheinderby", dennoch saß der Stachel nach der Schmach im Hinspiel tief. Wenig Mut macht zudem die Bilanz der jüngsten Vergangenheit: Im November 2019 konnte Gladbach letztmalig gegen Leverkusen gewinnen, seitdem hagelte es vier Niederlagen am Stück. Doch vielleicht läuft im Jahr 2022 alles ganz anders.

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Tom Jacob  
11.01.2022