Noch kein Tor

2 Gründe: Deshalb ist das Eintracht-Umfeld ungeduldig bei Ekitike

Hugo Ekitike steht bei Eintracht Frankfurt im Fokus.
Hugo Ekitike steht bei Eintracht Frankfurt im Fokus. Foto: Getty Images

Hugo Ekitike wird höchstwahrscheinlich zum teuersten Transfer der Geschichte von Eintracht Frankfurt aufsteigen. Bislang konnte die Leihgabe von Paris Saint-Germain aber noch nicht zünden. Während der Geduldsfaden der Verantwortlichen länger ist, droht der von Teilen des Umfelds zu reißen. Das hat vor allem zwei Gründe.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Umfeld bei Ekitike - trotz Eintracht-Kommunikation - ungeduldig

Hat Hugo Ekitike bei Paris Saint-Germain am Ende doch mittrainiert? Oder hat der erst am letzten Tag des Wintertransferfensters verpflichtete Angreifer ein halbes Jahr nur auf individueller Basis geübt? Eintracht Frankfurt wird es nun egal sein. Ekitike jedenfalls ist seit fast zwei Monaten da und konnte erst einmal in der Startelf mitwirken. Trainer Dino Toppmöller sprach zwar zu Beginn von einem "Investment in die Zukunft". Dennoch ist die Geduld im Umfeld des hessischen Traditionsklubs nicht sonderlich groß. Dafür gibt es zwei Gründe.

Kalajdzic-Verletzung hat den Druck erhöht

Die tragische Verletzung von Sasa Kalajdzic hat im Angriff erneut eine Lücke gerissen. Es ist auch dadurch, obwohl Omar Marmoush mit zehn Bundesligatoren in die Bresche gesprungen ist, die Dauerbaustelle in der aktuell laufenden Saison. Die Frage, was möglich gewesen wäre, wenn Eintracht die Lücke nach dem Abgang von Randal Kolo Muani besser geschlossen hätte, beschäftigt Anhänger und Mitarbeiter gleichermaßen. 

Ekitike hat körperliche Rückstände aufgeholt

Das Kalajdzic-Drama jedenfalls hat den Druck auf Ekitike erhöht. Statt sich in Ruhe heranzuarbeiten, musste er gegen den VfL Wolfsburg (2:2) starten - und erlitt bei der Aufbauarbeit einen körperlichen Rückschlag. Inzwischen aber ist der 21-Jährige da und für die Partie gegen Union Berlin am Samstagnachmittag tatsächlich auch fit genug für die Startelf. "Er hat mehr Vertrauen in seinen Körper, er ist körperlich auf einem anderen Niveau und sprüht vor Tatendrang", freute sich Toppmöller.

Spielfit? Vom Rekordtransfer wird mehr erwartet im Eintracht-Umfeld

Und dennoch ist der das alleine nicht genug. Ein Akteur, der im Gesamtpaket wohl knapp 20 Millionen Euro kosten und somit zum teuersten Einkauf der 125-jährigen Vereinsgeschichte aufsteigen wird, muss etwas mehr leisten, als nur spielfit zu sein. Von Ekitike werden Tore und Vorlagen - bislang gab es nur einen Assist - erwartet. Der Angreifer bringt die Anlagen mit, eine richtige Verstärkung für die Eintracht werden zu können. Aber es gilt für ihn, dies bestenfalls schon im Saisonendspurt im Rennen um den sechsten Platz mit Fakten zu untermauern.

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Christopher Michel  
30.03.2024