Insider klärt auf

Portugal-Experte: Deshalb haben Bayern und BVB bei Ronaldo abgewunken

Ronaldos Vertrag in Manchester läuft noch bis Ende Juni 2023. Foto: Michael Regan/Getty Images
Ronaldos Vertrag in Manchester läuft noch bis Ende Juni 2023. Foto: Michael Regan/Getty Images

Cristiano Ronaldo hat auch wenige Tage vor dem Ende der Transferperiode noch keinen neuen Verein gefunden. Ein Verbleib des Portugiesen bei Manchester United bahnt sich an. Doch warum nimmt den fünffachen Weltfußballer kein anderer unter Vertrag?

Mit Manchester United würde Cristiano Ronaldo schon bald in der Europa League spielen. Um dem zu entgehen, soll sich der 37-Jährige über seine Berater in diesem Sommer bei einigen Top-Klubs angeboten haben. Unter anderem beim FC Bayern und Borussia Dortmund habe man angeklopft, um die Option eines Transfers zu prüfen - vergeblich. Im Interview mit Sport1 sprach Portugal-Insider Ricardo Lestre über die Gründe, weshalb Ronaldo bislang keiner verpflichten wollte.

Knackpunkt Gehalt

Lestre gehe zwar davon aus, dass "Cristiano Manchester ablösefrei verlassen dürfte, doch sein Gehalt können nur sehr wenige Top-Klubs bezahlen." Bis zu 30 Millionen Euro soll Ronaldo jährlich bei den Red Devils kassieren. "Das können nicht viele bezahlen, lediglich die vier, fünf besten Klubs der Welt. Ich denke, selbst Bayern könnte das nicht. Somit bleiben nur ManUnited und City, PSG und Real", befand der Ronaldo-Experte. "Zu Dortmund sowie Sporting würde Ronaldo nur wechseln, weil er dann Champions League spielen könnte. Und das ist sein großer Anspruch."

"Wenn du ihn jetzt holst, kannst du als Verein auch viel verlieren"

Doch eine Rückkehr zu Sporting sei bloß Fantasie, weil sie sich anscheinend nicht umsetzen lassen würde. Ebenso kommt ein Wechsel zu Borussia Dortmund und dem FC Bayern nicht infrage. Auch aus Charaktergründen. "So eine starke Persönlichkeit wie er könnte eine Mannschaft, einen ganzen Klub erschüttern", urteilte Lestre über Ronaldo. Der Insider erklärte: "Du musst im Verein viel verändern, um Ronaldo zu integrieren. Seine spielerische Klasse steht außer Frage, doch sein hohes Gehalt und sein Alter (37; d. Red.) sind ein Risiko. Wenn du ihn jetzt holst, kannst du als Verein auch viel verlieren." Aus diesem Grund hätten nicht nur der FC Bayern und Borussia Dortmund abgewunken, sondern auch andere Vereine.

Bei Manchester United noch bis Saisonende unter Vertrag

Ronaldo wäre "den Bayern nach dem Lewandowski-Abgang gut zu Gesicht gestanden. Doch Bayern ist ein spezieller Klub, genauso wie der BVB. Und im Gegensatz zu ManUnited würde der FC Bayern nie seine Strukturen aufbrechen bzw. aufgeben, um Ronaldo zu verpflichten", so Lestre. Deshalb wäre es "das Beste für ihn, in Manchester zu bleiben, den Klub wieder nach oben zu führen. Dann wäre er wieder der Held". Dort steht er jedenfalls noch bis Ende Juni 2023 unter Vertrag.

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Adrian Kuehnel  
25.08.2022